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Kenyan Top Bar Hive

Platz-, zeit- und kostensparendes Hobbyimkern mit beweglichen Waben ohne schweres Heben. Einfacher Selbstbau aus Holz und Verzicht auf belastete Wachsmittelwände und Kunststoffwaben.

 

 


 Nützliches und Einfaches

Beim Arbeiten am Bienenvolk werden verschiedene Werkzeuge verwendet. Die meisten Werkzeuge werden verwendet, um die Oberträger zu trennen oder zu lösen, Wachs und Propolis zu entfernen oder Bienen zurückzutreiben oder zu beruhigen. Das Hauptwerkzeug ist auch beim Imkern in der Oberträgerbeute der Stockmeißel (der auch die dritte Hand des Imkers genannt wird). Wegen der Tiefe der Beute sind Werkzeuge nützlich, um kleine angebaute Stellen leicht trennen zu können, in der Regel verwende ich hierfür einen Fugenkratzer, wie er zur Pflege von Pflasterfugen angeboten wird. Ursprünglich habe ich mir mit einem L-förmig gebogenen Sägeblatt geholfen. Es hilft Verbindungen in Wabengassen und am unteren Wabenrand zu lösen. Eine gute Wabenpflege ist nicht nur bei der Oberträgerbeute Grundvoraussetzung für ein gutes Arbeiten. Besonders bei Auszugsbeuten ist dies wichtig. Auch bei Magazinen kann ich mich an Oberträger erinnern, die ohne den Rest der Wabe aus der Zarge kamen. Aber:

 

Gutes kommt wieder

Inzwischen werden im Handel auch wieder Korbmesser angeboten. Werkzeuge die genau für diese Zwecke im Lüneburger Stülper (Bienenkorb der Heideimker auch Heidjer genannt) bestimmt. Sollte man sein übriges Werkzeug verlegt haben, oder gerade nicht erreichen, ist der Bienenbesen an seinem hinteren Griffende extra spitz ausgeführt, um diesen als Hebel und somit als Notstockmeißel verwenden zu können.

 

Die Abbildung zeigt eine Auswahl an Werkzeughilfen zum Arbeiten in der Oberträgerbeute, die ich verwende oder verwendet habe. Von Links nach Rechts: Bienenkorbmesser mit einer Abgebogenen kleinen Schneidefläche zum schneiden aus der Wabengasse und einer beidseitigen seitlich abgeflachten Klinge am anderen Ende. Durch das lange Mittelstück, können Boden und Seitenwände leicht erreicht werden, ohne in die Beute hineinzugreifen. Daneben folgt ein L-förmig gebogenes Sägeblatt, das der gleichen Funktion diente. Dann folgen Stockmeißel und Fugenschaber. Stockmeißel und Fugenschaber können nicht nur zum trennen von Wachsbrücken, sondern auch zum Abschaben von Wachs und Propolis verwendet werden. Es folgt der Bienenbesen und ein Küchenmesser. Das Messer verwende ich nur zum Ab- und Ausschneiden von Wabenstücken. Beim Hebeln hätte ich zu viel Angst, das die Klinge bricht (ist ja kein Kampfmesser, die auch zum Hebeln gedacht sind).

Auswahl an ImkerwerzeugenAuswahl an Imkerwerzeugen

 

Einsatz des Fugenkratzer zum Trennen von Wachsbrücken. Um Wabenabrisse zu vermeiden wird die Klinge immer von Unten nach oben geführt. Ggfs. wird die Beute von Außen durch Anlegen eines Oberschenkels von außen stabilisiert.


Fugenkratzer zum WabenlösenFugenkratzer zum Wabenlösen

Die freihängende Oberträgerbeute kann durch Anlegen eines Oberschenkel während des Imkerns leicht stabilisiert werden. Beim Durchtrennen von Wachsbrücken, Wabenlösen und Kratzen der Oberträger zum Entfernen von seitlich anhaftendem Kittharz können so Erschütterungen deutlich gemindert werden.


SchwingbremseSchwingbremse

 

Einsicht in eine Beute mit verbauten Stellen, die vor der Entnahme der Waben idealerweise durchtrennt werden.

 


Anbaupunkte einer Wabe in der Beute

Wie alles ist der Winkel für die Schräge de Seitenteile nicht wirklich eng gefasst. Bei mir sind es etwa 22,5°, die sich aus dem Beutenmaß ergeben. Bauskizzen befinden sich auch auf der Homepage. Je schräger umso kleiner die Wabe und so geringer die Wahrscheinlichkeit, dass die Bienen seitlich anbauen, auch wenn die Beutemal nicht ganz waagerecht ausgerichtet ist. Das Kirchhainer Begattungskästchen funktioniert auch mit steilen 55° noch sehr sicher, auch wenn dort genau an den gleichen Punkten Wachsbrücken angebracht werden. Wenn die Bienen seitlich anbauen ist dies weniger von der Genauigkeit des Winkels als von der Stabilität der Waben abhängig. Neu gebaute Waben (ohne verfestigende Jungferhäute durch Brut) werden schon mal seitlich angebaut, insbesondere wenn sie beim Hantieren durch falschen Halten (seitlich knicken und so in Ihrer Stabilität) belastest wurden.

In der Skizze sind die angrenzenden Wabenbereiche rot markiert, an den die Bienen in der Top-Bar-Hive besonders gerne Wachsbrücken an die Vor- und Rückwand aussziehen. Die Ordnungszahl entspricht dabei der wahrscheinlichen Reihenfolge, dass an diesen Stellen Wachsbrücken entstehen. Diese Stellen zu kennen und beim Bearbeiten der Bienenvölker zu berücksichtigen, in dem am vorsichtig den Sockmeisel oder ähnliches an diesen Punkten unter den Bienen einschiebt, hilft, Wabenzerstörungen und Unruhe im Volk zu vermeiden.

 

Wenn die Waben öfters entnommen werden und die Wachsbrücken (dann zum Beispiel mit dem abgebildetem Sägeblatt getrennt werden, bleiben die Waben unbeschädigt, sobald die Waben etwas in Gebrauch sind, werden sie immer seltener angebaut. (Wenn man die Beuteninnenseiten weiter mit dem Stockmeisel sauberschabt, hilft auch dieses.) Insgesamt ist es also auch etwas Übungssache beziehungsweise Umsicht des Imkers. Je mehr Erfahrung ich in den letzten Jahren gesammelt habe, umso weniger wurde angebaut, und nach dem ersten Jahr gab es auch normalerweise keine abgerissenen Waben mehr. Stark verbaute Waben sind meist auch voll Honig. Das rechtzeitige Ernten hilft hier sehr, abgerissene Waben, starkes Verbauen und unangenehmes Arbeiten zu vermeiden, bevor es auftritt.

Bei der Bearbeitung selbst merkt man häufig gar nicht, dass die Waben abgeknickt worden sind. Deshalb sollte man die Waben bereits bei einem Verdacht für die nächste Woche mit einem starken Draht stabilisieren.

 

Abgerissene Futterwabe nach falschem Handling.

Eine abgerissene Futterwabe nach der Überwinterung. Die Wabe wurde von den Bienen seitlich angebaut und die Zellen oben abgerundet. Würde die Wabe im Volk belassen, würden dei Bienen die Wabe wieder nach oben ausbauen.

 


Einfach besser!

Besser als (für jede Beute) eine Eingriffsklappe im Bodenbereich ist eine ist eine Gartenhacke (ohne Stiel). Durch durch die nach oben offene Bauweise und die schrägen Wände kann man das Gartenwerkzeug als ideale Gemüllkrücke verwenden.

Fein gemachtFein gemacht

 

Man nehme...

 

am Bienentabak versuche ich immer zu sparen, weil:

1. Man bei wenigen Völkern unverhältnismäßig viel Bienentabak benötigt,

 2. weil man Bienentabak nur über den Imkerfachhandel bekommt und der Aufwand dort hin zu fahren oder sich den Tabak schicke zu lassen leicht unverhältnismäßig erscheint.

 Aber Imkern ohne Rauch (wenigstens in Reserve) geht gar nicht. Nicht immer verhalten sich die Bienen so, wie erwartet und wehe man ist dann nicht vorbereitet. Die Bienen schwellen aus jeder Öffnung und man bekommt den Kasten nicht dicht ohne Bienen zu zerquetschen oder Rauch einzusetzen. Für den Notfall habe ich Nelkenöl aus der Apotheke im Werkzeugkasten. Mit dem Nelkenöl die Hände Einreiben oder auf ein Tuch träufeln. Die Bienen greifen die Hände nicht mehr an und könne sogar einfach durch die offenen Hände zurückgedrängt werden. (Ist allerdings nur die Notfalllösung und soll das Imkern mit Wasser und Rauch nicht ersetzen.)

 Folgende Strategie setze ich ein, um Bienentabak zu sparen.

 1. Statt Rauch helfen fast immer auch ein paar Stöße Wassernebel aus dem Pumpzerstäuber.

 2. Den wertvollen Bienentabak kann man mit Kleintierstreu  oder Lavendelblüten aus den eigenen Garten und Eierkartons strecken. Die Eierkartons werden in Münzgroße Stücke gerissen und die Einstreu in einem Eimer mit einer Heckenschere (Handbetrieb) zerkleinert.

 Gerade der Tabak aus Einstreu und Lavendelblüten, die erst nach (!) der Blühphase geschnitten und getrocknet werden, riechen angenehm und beruhigen die Bienen.

 (Heute scheint es mir viel einfacher Lavendel aus den vielen Gärten zu bekommen, als Rainfarn und Scharfgabe in der Natur und an Wegrändern zu sammeln, wie es früher empfohlen wurde.)

 


 

 

Verdammt keine Munition mehr...

Wenn man irgendwas vergessen hat, sind es am ehesten die Handschuhe (darauf kann man auch verzichten) oder trockenes Zündmaterial für den Smoker. Mit der unten abgebildeten Mischung aus etwas Papier oder Eierkarton und Birkenrinde, die ich von einem abgebrochenen Ast abgezogen habe, ging der Smoker an wie nix.

Zunder auf Eimer bereitgelegt.

Und dann fand sich noch ein passendes Plätzchen...

für den Smoker. Der direkt am Pfahl an einem Isolator hängt und von einem zweiten Isolator abgestützt wird. So bleibt er im Blick und in Griffnähe und der Rauch zieht nach oben ab, ohne die Bienen ungewollt zu beunruhigen.

rauchender Smoker an Pfahl

Von A nach B

Zu den größten Herausforderungen der Menschheit gehörten schon immer die Logistik. Eine der größten Erfindungen der Menschheit war: die Schubkarre. Sie ermöglicht es einer Person, schwere Lasten zu transportieren, für die sonst mindestens zwei Träger abhängig waren. Idealerweise benutzt man eine sogenannte Schweizer Karre (eine Schubkarre mit flacher Plattform). Eine normale Schubkarre tut es aber auch. Durch das einzelne Rad ist eine Schubkarre recht geländegängig und leicht verfügbar.
 
Schubkarre mit Oberträgerbeute. Der Zurrgurt wird zur Sicherung unter der Wanne durchgeführt. Die Kanten der Schubkarrenwanne sind zur Federung mit aufgesteckten Schaumstoffrohrisolierungen gepolstert. Die Fluglöcher sind mit Korken verschlossen.Schubkarre mit Oberträgerbeute. Der Zurrgurt wird zur Sicherung unter der Wanne durchgeführt. Die Kanten der Schubkarrenwanne sind zur Federung mit aufgesteckten Schaumstoffrohrisolierungen gepolstert. Die Fluglöcher sind mit Korken verschlossen.
 
Für den Transport am Bienenstand brauche ich noch etwas, das geländegängiger ist als mein PKW und in den Kofferraum passt. Neben einer Klappkistenkarre verwende ich diese Faltschubkarre und einen alten Jogger (geländegängiger Dreiradkinderwagen). Für längere Strecken ist die Schubkarre allerdings wenig geeignet. Als "Sonderzubehör" habe ich eine Windel mit einer Leiste (eine Art Rahsegel für die Schubkarre) als Zeckenfang angehängt, der mir der Weg freimachen soll.
 
Zusammenfaltbare, beladene Schubkarre

Im Ausnahmefall kann man die Faltschubkarre auch als Beutenkarre verwenden. Rückwärts kann man die Karre beladen in den Kofferraum schieben und braucht weder andere Hilfsmittel noch die Beuten einzeln umzuheben. Damit die Beuten nicht nach vorne abrutschen, habe ich auf das Seitenrohr der Karre einen Heckgepäckträger zur Befestigung an der Sattelstütze von Mountain-Bikes umgedreht angebracht. (Besser wären es noch zwei Träger an beiden Seiten anzubringen)


Faltschubkarre mit zwei Beuten am Fahrzeug.
 

So soll es sein.

Der sanfteste Transport über Gräben, unebenes Gelände, schlammiges Gelände wird Bananen zuteil, die mit Hängebananen durch die Bananenplantagen gezogen werden.
 
Uff der Banana-Bahne dürfe nur Banane fahre...Uff der Banana-Bahne dürfe nur Banane fahre...
 
 
 
Leider habe ich eine Realisierung für Deutschland nie gesehen, aber beruflich konnte ich die Nutzung der Hängebananen 2016 bei einem Kleinbauernprojekt in der Domenikanischen Republik vor Ort kennenlernen. Ich bin begeistert!
 
Bienen fahren SchwebebahnBienen fahren Schwebebahn
 

 

 Mein Tipp!

TRAGEN SIE IHRE OBERTRÄGERBEUTE

Tragen und Sänften waren lang die sanftesten und geländegängisten Transportmittel (nicht nur in Afrika). Falls Sie allein sind, versuchen Sie lieber umzuhängen und bienenfreie Waben gleich abzuschneiden und in Eimern oder Kühlboxen nach Hause zu transportieren. Bienen sollten, wenn möglich, als Schwarm ohne Waben transportiert werden. Waben ohne Rähmchen sind deutlich stoßempfindler!

 

Wenn man eine zweite Person braucht, ist dies eine wunderbare Gelegenheit Fremde an die Biene heranzuführen und aufwendige rollende Spezialkonstruktionen lohnen sich für Hobbyimker eigentlich nie.

Sanfter geht nichtSanfter geht nicht


Pfähle zum Aufhängen des Bienenkastens die nur mit einem Hammer eingeschlagen werden halten besser, wenn zuvor mit einem Handbagger ein Loch aussticht. In weichem Oberboden habe ich zusätzliche Leisten um die Pfähle eingeschlagen, die den Pfahl verbreitern, wenn die Pfähle einen zu geringen Umfang (Durchmesser) hatten, um alleine sicher zu stehen.
 Handelsüblicher HanbaggerHandelsüblicher Hanbagger
 

Ein anderes besonders geeignetes Werkzeug ist eine Pfahlramme, wie sie hier abgebildet ist. Leider besitte ich keine eigene. Aber ich brauche ja auch selten eine. Wichtig ist, dass die der Durchmesser auf die verwendeten Pfähle passt. Pfahlrammen sind sicherer im Einsatz und vermeiden das Spalten der Pfahlköpfe, wie es mit einem schweren Hammer geschieht, wenn der Untergrund zu fest ist. Generell stören die Pfähle sehr wenig, da sie noch leichter entfernt als gesetzt werden können und keine dauerhaften Spuren hinterlassen. Unter den Kästen kann das Gras oder ähnliches weiter wachsen. Es gibt keine Bodenversiegelungen. Bienenhäuser oder ähnliches sind beim Imkern mit der Oberträgerbeute nicht nötig.

selbstgebaute Pfahlrammeselbstgebaute Pfahlramme

 


Das passende Werkzeug

Der Stockmeißel wird nicht ohne Grund die dritte Hand des Imkers genannt. Ob das Abschaben von Wachsbrücken und Kittharz, das Reinigen der Bodenwindeln, Teilen von Futterteigblöcken, Auseinanderhebeln von Waben, Aufziehen von Futterwaben und Weiselzellen, er ist allzeit bereit. Und was mit einem Feuerzeug noch lange nicht jeder kann, geht mit dem Stockmeißel wirklich einfach.

 Schnapp der Kronkorken fliegt ab.Schnapp der Kronkorken fliegt ab.

 

 

 So einfach geht dass.