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Kenyan Top Bar Hive

Platz-, zeit- und kostensparendes Hobbyimkern mit beweglichen Waben ohne schweres Heben. Einfacher Selbstbau aus Holz und Verzicht auf belastete Wachsmittelwände und Kunststoffwaben.

 nachgedacht & selbstgemacht

Um die Oberträger an den Auflagepunkten leicht mit einer Stichsäge zu fertigen, benutze ich eine Anreisshilfe aus Aluminiumblech, die man leicht selbst herstellen kann. Durch die Einheitlichkeit wird das Arbeiten an der Beute zudem etwas vereinfacht. Entlang der Längsseite kann man mit einem Bleistift oder Kugelschreiber die Schnittlinie vorzeichnen. (Hier durch eine blaue Linien dargestellt.)

Fragen zum Detail?

Oberträger von der SeiteOberträger von der Seite

Winterarbeiten - Bauen

Den Bau neuer Oberträgerbeuten versuche ich mit relativ wenigen Werkzeugen in unserer Garage zu gestalten. Um schnell und einfach ohne Kappsäge die Latten für die Oberträger abzulängen, habe ich einen einfachen Queranschlag (mit seitlichen Führungsleisten an den Tischaußenkanten) zusammengenagelt, der einen seitlichen Anschlag für die richtige Länge hat. Unter dem Maschinentisch ist eine Handkreissäge montiert.

 

Exakte Winkel lassen sich mit einem anschraubbaren Winkelanschlag herstellen. Dabei wird allerdings ein etwas längeres Brett benötigt. Eine Kreissäge mit Führungslaser vereinfacht die Einstellung der Schnittlänge sehr stark.


 

Die Unterkante der Seitenwände habe ich mit einem Winkel von 15 ° gestaltet um einen fugenlosen Anschluss zum Boden zu bekommen. Zur Konstruktion hatte ich vorher eine 1:1 Schnitt-Skizze auf Papier bzw. Tapete erstellt. Dadurch ergibt sich bei einer Brettstärke von 18 mm eine Höhe der Seitenbretter von 31 cm auf der Innenseite und 30,5 cm auf der Außenseite.

Astlöcher und Ungenauigkeiten lassen sich mit Sägespäne und Leim auffüllen. ("Leim" und Sägespäne macht die Beute schöne.)

 

 

Wenn man mal zu Boden geht, ist man noch lange nicht am Ende.

Einfache Kreissäge und Maschinentische sind oft nicht einfach und dauerhaft genau einzustellen.

Statt sich zu ärgern kann man dem aus dem Wege gehen, wenn man sich zum Boden herablässt. Eine selbstgebaute Sägelehre aus Leisten und einer Leimholzplatte kann in Verbindung mit einer Kreissäge mit einem seitlichen Anschlag eine nervenschonende und preisgünstige Alternative sein.

 

Low tech statt High Tech

Die Sägelade wird auf einen alten Teppich gelegt. So kann sie nicht verutschen und man kann sich bequem neben den Teppich knien. Die Feineinstellung bleibt über den seitlichen Anschlag möglich. Gegen  das Durchrutschen des Oberträgers wirkt ein Querriegel. Wichtig ist darauf zu achten, dass sich keine Schrauben in der Sägelinie befinden. Der Querriegel ist deswegen breiter als der Oberträger. Außerdem kann der Querriegel so leicht ersetzt werden. Zu besseren Anschauung wurde für die Abbildung ein bereits bebrauchter, dunkler Oberträger in die Sägelade eingelegt. Wie zun sehen ist, besteht meine Sägelade aus drei paralleln Leisten (die ich wegen Astlöchern aussortiert hatte) und einer Leimholzplatte als Unterlage.

Einlegesägelade für die Mittelnut der OberträgerEinlegesägelade für die Mittelnut der Oberträger

 

 Mein Tipp!

Bauen Sie die Beute möglichst einfach.

Lose Teile, aufwendige Dächer und aufwendinge Varroa-Windeln als Schubladen lohnen den Aufwand fast nie. Zudem verziehen sich solche Konstruktionen leicht und stören mehr, als sie nützen.

 

Verzichten Sie auf:

 - Fluglochschieber

 - Oberträger mit zusätzlichen Abstandsleisten (spacers) außer am Rand

 - lose Anflugbretter

 - Schubladen und Klappen für die Varroa-Windel

 - Wabentaschen für die TBH

 

Da gibt es immer was zu tun 

 

Im sonnigen Oktober ist die richtige Zeit für kleine Reparaturen (am offenen Bienenvolk). So habe ich 2008 alle Hängedrähte ausgetauscht. Um die Beuten nicht allein bis auf den Boden abstellen zu müssen, habe ich zwei Getränkekästen unter die Beuten gesetzt. So brauch die Oberträgerbeuten nur Seite nach Seite ein kleines Stück angehoben zu werden.



Bienen in der Hängematte

Der Draht. an dem die Beute aufgehängt ist, wird an zwei Bohrungen in die Stirnseite eingeführt und führt direkt am Stirnbrett entlang zur Außenseite. An der Außenseite trifft der Draht mit einem rechten Winkel auch eine Bohrung in der Seitenwand. Er führt durch die Seitenwand nach Außen und wird um eine Schraube oder Schrauböse gedreht. Der Draht kann auf diese Weise gelöst und verkürzt bzw. verlängert werden, um die Beute auszurichten. Außerdem wird die Zugkraft umgeleitet und hält die Beute zusammen, statt an der Stirnseite zu reißen. Ein zweiter Draht wird als Ring durch die Beutenwand geführt und dient als Tragegriff oder zum Anheben der Beute.

 Hängedrähte und Trageschlaufe

Jedes Töpfchen braucht sein Deckelchen...

 

So brauchten meine Oberträger teilweise neue Dächer. Die Herstellung ist im Prinzip ganz einfach. Aber so ist das mit Prinzipien. Nachdem ich mir eine Klappwerkbank mit dem Biegen der Bleche ruiniert hatte, habe ich die Herstellung der Dächer ins Wohnzimmer verlagert. Der Wohnzimmerteppich dient als Unterlage. Dann wird aus dem Standardblech (Alu- oder Zinkblech mit 100 x 60 cm) in jeder Ecke ein Quadrat von 3,5 x 3,5 cm ausgeschnitten (Oberträgerbreite). Als Erstes werden die Langseiten gebogen. Zwei zusammengeschraubte Bretter dienen als "Biegeknecht". Nach der ersten Anwendung werden die Bretter nicht mehr auseinandergeschraubt. An der Biegeseite bilden die Bretter einen leichten spitzen Winkel, um das Biegen zu vereinfachen. Die Stirnseiten werden dann, gebogen, indem ein Oberträger las Biegekante aufgelegt wird. Etwas anstrengend ist das schon, aber es funktioniert bislang sehr gut.



 


Ein Häuslein steht im Walde auf einem Bein...

 

Als Hobbybienenhalter hat man die Wahl. Entweder man hat die Bienen im Hausgarten und bestens unter Kontrolle, so dass man jeden Abend „Guten Abend!“ sagen kann, oder man hat die Bienen weiter weg stehen und weiß nicht, ob man sie ausreichend oft besuchen kann. Für den Fall, dass die Bienen weiter weg sind, gibt es noch die zusätzlich Möglichkeit einer Schwarmfalle (oder etwas böse Lockbeute). Früher waren diese Beuten durch das BGB verboten. Dass es nicht mehr so ist, ist gut so. Denn lieber einen Schwarm fangen, als Ihn in der Wildbahn ohne Krankheitskontrolle oder Varroabehandlung als Ansteckungsherd für andere Bienenvölker zugrunde gehen lassen.

Swarm catch box im Wald  

Beim Aufstellen einer Schwarmfalle müssen, wie ich finde, aber ein paar Sachen berücksichtigt werden. Zum Ersten: um eigene Schwärme anzulocken, muss man die Falle in einiger Entfernung vom eigenen Standplatz aufstellen. Laut Herstellerangabe der Pheromon-Ampullen, die die Bienen durch nachgebauten Sterzelduftstoff (Chemisches Flugleitsystem der Bienen) anlocken, sollte der Abstand mindestens 250 Meter zu den eigenen Völkern betragen, was vielleicht nicht immer möglich ist. Zum zweiten sollte man das eingezogene Volk erst mal nicht wegbewegen, sondern an Ort und Stelle in eine Beute einschlagen. Erst nach einer Quarantäne mit Kontrolle der ersten Brut, gegebenenfalls unter Unterstützung durch einen Fachmann kann man die Bienen über ein mindestens sechswöchiges Verstellen an einen anderen Standort wieder zum Standplatz bringen.

 

Schwarmfang-Box und Deckel sind mit zwei Gummis fixiert, aus jeweils aus der Längshälfte einer Fahrradschlauches bestehen.

Schwarmfallen können mit Oberträger versehen werden, die nur mit einem Anfangsstreifen versehen sein sollten. Die Oberträger werden genau wie Rähmchen auf eingeklemmte Querleisten aufgelegt. Die Ränder müssen frei bleiben, damit sich der Deckel dicht schließen lässt. Werden Pheromon-Ampullen eingesetzt, können diese, wie in meinem Beispiel an einen Draht in die Falle eingehängt werden. Details kann man auch der englischen Bedienungsanleitung entnehmen. Dabei sollten ein paar Dinge immer gelten.

  1. Pheromonampullen immer mit Handschuhen anpacken. (Sonst könnten die eigenen Bienen ziemlich anhänglich werden.)

  2. Pheromonkapseln nie öffnen. Der Duftstoff wandert durch den Kunststoff nach außen.

  3. Unbenutzte Pheromonkapseln im Kühlschrank aufbewahren.

 Einblick Schwarmlockfalle


 

Jungfern- oder Altersheim, wem mag wohl das Häuschen sein

Kirchainer Begattungskästchen auf unserem Garagendach

Reserveköniginnen können im Sommer in Begattungskästchen untergebracht werden. Hier habe ich ein Kirchhainer Begattungskästchen auf unserem Garagendach untergebracht. Die Unterlage ist ein Schattendach, das mit Steinen beschwert wurde. Als Schutz (für die Dachfolie und das Lattenholz) habe ich die aufliegenden Leisten mit Plastikschnüren umwickelt. Die Spanngummis sind aus einem Fahrradschlauch geschnitten.

Ihre Majestät...
Auf der kleinen Wabe kann man sehr gut die Königin mit Ihrem Hofstaat erkennen.

Miniwabe aus klienem intaktes Volk mit Königin und Brut

 

Mein TIPP!

Bilden Sie einen Ableger mit einer Reservekönigin.

 

Reserveköniginnen werden oft spät im Jahr plötzlich benötigt. Das Auflösen eines Begattungskästchens tut nicht weh.

 


Besser als ein Blumentopf...

 

Ablegerkästen

Ablegerkästen werden eigentlich nicht wirklich benötigt. Sie sind jedoch durch eine Person alleine zu heben und brauchen wenig Stellplatz als Reserve, falls es darum geht einen Schwarm zu fangen oder einen Ableger zu bilden oder auch als Transportkiste für ganze Waben. Bei den Ablegerkästen handelt es sich in der Regel einfach um auf 6-14 Waben kürzer ausgeführte Oberträgerbeuten.

 

Es ist sinnvoll Ablegervöker, die nicht nur als Zwischenableger dienen, schon 2-3 Tage nach ihrer Erstellung zwischen zwei Pfähle zu hängen, die bereits ausreichenden Platz für eine Standardoberträgerbeute bieten, so finden sich die Flugbienen bei einem Beutenwechsel leichter zurecht.

 

Als Fluglöcher dienen Bohrlöcher, die mit einem Stopfen oder Korken verschlossen werden können. Da die Beute horizontal einfach um 180° gedreht werden kann, ist es möglich auf der Rückseite ein einzelnes 32 mm Flugloch anzulegen, so dass der Ableger auch als Schwarmfalle genutzt werden könnte. Damit keine größeren Tiere einziehen, wird das Flugloch mit drei vertikalen Drähten gesichert (Sieh auch die Abbildung weiter unten).

Nach deutschem Bienenseuchenrecht darf ein Kasten nicht mehr als Schwarmfalle eingesetzt werden, wenn er bereits einmal mit Bienen besetzt war, so dass nur neue, unbenutzte Ablegerkästen hierzu genutzt werden dürfen.

Ursprünglich dachte ich, man sollte eine Top-Bar-Hive an einem Tag bauen können und kann so auch auf das Vorhalten von Beuten verzichten können. (Das Bauen ging dann doch nicht so schnell.)

Aber als ich samstags nach 14.00 h nach Hause kam und mein freundlicher Nachbar erzählte meine Bienen wären geschwärmt, hatten nur noch die Baumärkte auf und die Zeit war begrenzt.

Rausgekommen ist dieser Ablegerkasten (hier noch ohne Griffleisten). Leider war es bereits ein Nachschwarm, der zu weit oben im Kirschbaum hing, und sich auch mehrmaligen Versuchen nicht vollständig einschlagen ließ und mehrfach wieder auszog.

Geblieben ist mir (neben dem Erlebnis) der Ablegerkasten und die Erfahrung, dass die Top-Bar-Hive für eine Schwarmverhinderung durch Zwischenableger in einer Beute (An der Stirnseite habe ich ein optionales Flugloch über die gesamte Breite, das hierzu geöffnet werden kann) doch zu eng sein könnte.

 


Ablegerkasten unter Kirschbaum

Es ist sinnvoll den Ableger schon zwischen zwei Pfähle zu hängen, die bereits ausreichenden Platz für eine Standardoberträgerbeute bieten, so finden sich die Flugbienen bei einem Beutenwechsel leichter zurecht. Es ist auch möglich mit dem Ableger ein paar Tage vor dem Umsetzen zu wandern, um nicht das Volk in der Standardoberträgerbeute bugsieren zu müssen. Als Aufhängung dient eine geschlossene Drahtöse.

 

Ablegerkasten hängend auf TBH-Breite

Als Fluglöcher dienen fünf Bohrlöcher, die mit einem Weiselstopfen oder Korken verschlossen werden können. Auf der Rückseite liegt ein 32 mm Flugloch, so dass der Ableger auch als Schwarmfalle genutzt werden könnte. Damit keine größeren Tiere einziehen, wird das Flugloch mit drei vertikalen Drähten gesichert.

 

Swarm catch box- Flugloch


Quetschhahnmontage:

 

Vorsicht mit den Fingern...

Eigentlich wollte ich nur probieren ob der Hahn aufs Loch passt. Leider saß er gleich so fest, dass er auch mit dem Hammer nicht mehr ganz auszurichten war. (Also besser gleich richtig ausrichten!)


Da passende Lochbohrer relativ teuer sind, habe ich mir anders geholfen.

In eine Leiste habe ich eine Spanplattenschraube gedreht und in Entfernung des halben Lochdurchmessers die Leiste halb eingesägt. Die Leiste einschrauben und das Klingenmesser in den Sägeschlitz einführen und langsam drehen. Mit etwas Geduld erhält man ein sauberes, passendes und preisgünstiges Loch.

 

 

Schnittführung Cutter in EimerAusschnitt für Quetschhahn


Eine drahtige Angelegenheit...

Mit Draht werden die Beuten aufgehängt und ich verwende in als Ersatz für sogenannte Beschläge (Dachbefestigungen, Verschlüsse...). Damit der Draht nicht versagt sind einige Dinge zu beachten, die ich beim Stellen von Elektroweidezäunen mitbekommen habe. Irgendwozu ist halt alles gut.

Auf jeden falls sollte man sogenannte Augen verhindern. Wenn Zug auf eine solche Schlinge kommt, wird der Draht zerrissen, auch wenn man das Auge wieder begradigt hatte.

Drahtauge 

Um eine Schlaufe als Verbindung zu schaffen, reicht es nicht das lose Ende um den belasteten Draht zu wickeln. Eine solche Verbindung hält keinen starken Zug aus und würde auseinander gezogen.

 Schlaufe

Richtig ist es beide Enden umeinander zu rödeln (verdrehen von Draht). Falls ein der Draht bereits belastet wird ist dies nicht möglich. Dann wird das Drahtende  doppelt von außen nach innen um den gespannten Draht gewickelt, wie es hier in zwei Schritten abgebildet ist.

Wirbel

Um zwei Drahtstücke miteinander zu verbinden reicht es nicht beide losen Enden zu umeinander zu drehen. Um eine belastbare Verbindungen zu bekommen, ist es besser, zwei Schlingen zu bilden, die ineinander greifen.

Verbindung



 

Wohin damit?

Für die entnommenen Waben benötigt eine geeignete Ablage ich verwende hierfür eine einfache Klappkiste mit einem selbstgebauten Holzrahmen, der die Höhe an die Beutenhöhe anpasst.



Auch ohne Klappkiste kann der Aufsatz zur sicheren Ablage von Oberträgern auch mit Anfangsstreifen oder Weiselbechern dienen.