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Kenyan Top Bar Hive

Platz-, zeit- und kostensparendes Hobbyimkern mit beweglichen Waben ohne schweres Heben. Einfacher Selbstbau aus Holz und Verzicht auf belastete Wachsmittelwände und Kunststoffwaben.

Long-hive oder Horizontalbeute

 

Skizze Horizontalbeuten

 

Versuche die Top-Bar-Hive weiterzuentwickeln, führten zu verschiedenen Horizontalbeuten. Dabei geht es über fließend von der Oberträgerbeute mit geraden Wänden (TTBH) hin zur Trogbeute (Combo Hive). Es werden zunehmend Teile durch industriell gefertigte ersetzt.

Wie die Oberträgerbeute selbst, sind auch diese Bienenkästen in Deutschland als (z.B. Apidae- oder das nachstehend abgebildete SWI-BI-)Begattungskästchen dem Prinzip nach bekannt und weit verbreitet.

 

Begattungskästchen mit Oberträgerrähmchen
Als einfachste Variante sehe ich die Long-hive bei der die Oberträger durch einfache Rähmchen ersetzt werden. Statt schräge Seitenteile zu verwenden, wurden, die Oberträger mit Seitenteilen versehen, die ein Anbauen an der Seitenwand verhindern. Der Wabenabstand wird hier meist noch über den Oberträger geregelt. Der Unterträger (untere Querseite des Rähmchens) ist nur als dünne Leiste oder als Draht ausgeführt, so dass er keine formgebende oder tragende Funktion für die Wabe hat. Bei diesem Typ fallen wieder Rähmchenarbeiten an, so dass einer der großen Vorteile der Oberträgerbeute wieder wegfällt. Normalerweis werden keine Mittelwände verwendet. Die Oberträger sind mit einer Kante oder einem Mittelwandstreifen versehen. (Im Internet habe ich kürzlich eine Art Siegelrolle gesehen, welche das Wabenmuster auf den Oberträger prägt. Leider kenne ich die Bezugsquelle nicht.)

 

Longhive im Schnitt

Detailausschnitt Longhive

Der Oberträger ist 35mm breit, damit er als Abstandseinrichtung zwischen den Waben und Abdeckleiste dient. Die schräge Auflagekante verhindert ein zu starkes Verkitten durch die Bienen. Die Abstandsleiste liegt ca. 12mm unter der Auflagekante und ist ca. 6-8 mm breit. Sie sorgt dafür, dass der Bienenabstand zwischen Wabe und Seitenwand erhalten bleibt. Die Seitenteile sind ca. 25 mm breit, um ein Wechsel der Bienen von Wabe zu Wabe zu vereinfachen. Alle Horizontalbeuten werden zur Belüftung und Varroakontrolle in der Regel mit einem vollständigen Drahtgitterboden hergestellt.

Ein relativ eleganter Typ ist die Verbindung von Dadant Honigrähmchenteilen (Oberträger und Seitenteile). Die Oberträger werden, da sie viel von Demeter-Imkern verwendet werden, bereits mit Nut zur Befestigung eines Mittelwandstreifens versehen. Vorteile sind bei dieser Bauart auch, dass man die Bienen zur Varroabekämpfung in den Wabengassen von oben beträufeln und industrielle Wabentaschen zur Füttern verwenden kann. Aber man benötigt eine Abdeckfolie. Der Raum ist doppelt so hoch wie die Seitenteile der verwendeten Rähmchenseitenteile, so dass relativ große Waben ohne durchgängige Seitenversteifung verwendet werden.

 

Horizonztalbeute im Schnitt

 

Ähnlich ist die Einraumbeute gestaltet die mit Hochwaben arbeitet. Die Beute hat jedoch wenig Verbreitung, was meiner Meinung nach auch an den Proportionen liegt. Die Beute wurde entwickelt, um nach anthroposophischen Vorstellungen eine wesensgemäße Imkerei ermöglichen zu können, Metallteile werden, um nicht als Antennen zu dienen, weit möglichst vermieden, so werden Abstandsregelungen aus Holz verwendet und auf das Drahten der Rähmchen verzichtet. Die Oberträger besitzen dementsprechend bereits eine Nut für einen Mittelwandstreifen.

Einraumbeute im Schnitt