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Kenyan Top Bar Hive

Platz-, zeit- und kostensparendes Hobbyimkern mit beweglichen Waben ohne schweres Heben. Einfacher Selbstbau aus Holz und Verzicht auf belastete Wachsmittelwände und Kunststoffwaben.

4 Jahreszeiten

Bilder zu Herbst, Winter, Sommer, Frühjahr

Impression aus den letzten Jahren. Im Sommer habe ich die Beute mit einer Latte und einer Plane abgeschattet. Wie unten zu sehen ist habe ich mittlerweile ein Lattenrost als dauerhaftere Lösung gewählt.

 


 

Er führet mich zu frischem Wasser...

 

Bienen such in der Umgebung nach Wasser. Gerade im Frühjahr mit Brut und ohne Nektareintrag benötigen die Bienen relativ viel davon und Opfern die Wasserholerinen, die sich abarbeiten und aus der Kälte nichtzurückkeehren. Außerdem können die Bienen in Nachbars Wasserpflanzenwanne negativ auffallen. Deshalb ist es gut ein Angebot direkt in der Nähe zu machen. Eine Bienentränke sollte Schutz vor dem Ertrinken der Bienen bieten. Geeignete Wanne mit Sumpf- und Wasserpflanzen fallen im Garten wenig (störend) auf und werden von den Bienen gerne genutzt.

 

Blumenpracht und Bienentränke.Blumenpracht und Bienentränke.

 


Spätherbst im Wald...

Das Bild zeigt die Völker während der Auffütterung. Durch Herausnahme von Oberträgern wurde ein Spalt geschaffen, in den der Eimer mit der Zuckerlösung zum Leerlaufen eingestellt wurde.

 
 

Bienenkasten über Futtereimer

 

In Arbeit...

Typisches Bild während der Bearbeitung. Neben dem Hauptvolk steht ein Zwischenableger. Dieser dient der Schwarmkontrolle oder zum Einweiseln (Austauschen) von zugekauften Königinnen. Wenn Bienen bei der Volksdurchsicht abgestoßen oder abgefegt werden, werden sie auf ein Brett vor bzw. unter die Beute geworfen. Die Bienen fallen nicht in die Beute und werden dann eventuell mehrfach abgefegt, was die gute Laune erhält. Junge Bienen sammeln sich zudem an der oberen Brettkante und können für einen Begattungsableger abgeschöpft werden. Das Brett berührt die Beute nicht, sondern ruht auf einem Blumentopf. Durch verschieben des Blumentopfes kann der Winkel des Bretts verstellt werden. Unten wird das Brett durch einen, in den Boden gesteckten, Stock fixiert. Wenn man das Brett direkt an die Beute anlegt, fällt es oft mit den ansitzenden Bienen auf den Boden, sobald die Oberträgerbeute durch das Arbeiten vor und zurück schwingt. Der Rauch ist vorteilhaft um die Bienen zurückzutreiben und keine Bienen beim Zusammenrücken der Oberträger (Top-Bars) zu zerdrücken. Neben dem linkem Pfahl steht noch eine Pumpspritze, die Bienen auf dem Flugbrett fliegen weniger auf, wenn sie mit einem feinen Wassernebel befeuchtet werden.

 

Mein Tipp!

NEHMEN SIE IMMER DIESE PAAR UTENSILIEN MIT:

NELKENÖL

(falls der Smoker versagt, können Sie damit die Hände einreiben

und sogar per Handauflegen die Bienen zurücktreiben.)

 

EINEN KÖNIGINNENKÄFIG

(Falls Sie einer neuen Königin begegnen und diese Zeichen wollen oder die Königin bei größeren Eingriffen geschützt in der Jackentasche aufbewahren. R ü c k s e t z e n  n i c h t  v e r g e s s e n !)

 

EINE ODER ZWEI PINZETTEN UND STREICHHÖLZER

(Falls Sie auf Krankheitsanzeichen stoßen, sollten Sie diesen sofort nachgehen könne.)


 Kuscheln in der Hängeschaukel bis die Krokusse wieder blühen

KTBH im Schnee

Verschneiter Standplatz im Wald

Die Golzbeute (Längslagerbeute) ist für ihre sehr gute Überwinterung der Bienenvölker bekannt. Dabei muss beachtet werden, dass die Bienen nur im Brutraum auf einer relativ kleinen Hochwabe sitzen. Das Flugloch ist über die gesamte Breite geöffnet. Genau diese Bedingungen finden sich auch in der Oberträgerbeute. Die Bienen sitzen in einem Raum ohne Unterbrechungen durch Rähmchenzwischenabstände wie in zweizargigen Beuten und durch den Drahtgitterboden bekommen die Bienen über die gesamte Breite ausreichend Frischluft, in einem langgestrecktem Raum mit guter Belüftung von unten, genau wie beim breit offenem Flugloch der Längslagerbeute. Durch die Aufhängung bleiben die Bienen von Bodenfrost etwas verschont. Die Rähmchen sind zwar niedriger als eine Hochwabe, aber sie werden durch die Trapezform nach oben breiter, so dass der Honigkranz nach oben deutlich größer ausfällt als bei einer Querwabe. Zudem wird teilweise zu wenig beachtet, dass sich das Bienenvolk in seiner Wintertraube dem Bienenkasten in seiner Form anpasst. So bildet das Bienenvolk in einem einzargigem Magazin eher eine Kugel. In einer Lagerbeute bildet sich eher ein Ellipsoid. Da dieses Ellipsoid flacher als eine Kugel ist, verlängert sich auch der Abstand zwischen der Wintertraube des Bienenvolkes zum Oberträger. Die Bienen haben mehr Futter auf jeder einzelnen Wabe über sich (längerer Zehrweg). Die Völker sollten dabei nicht zu sehr eingeengt werden, weil die unbesetzten Randwaben als zusätzliche Isolierung dienen.

Zehrweg in einem einzargigem Magazin als kurzer Pfeil dargestellt

(Die meisten Magazinimker umgehen dies durch eine Zweiraumüberwinterung)

 

Zehrweg in einer Oberträgerbeute durch zwei längere Pfeil dargestellt

(Die Strecke zum oberen Wabenabschluss ist nicht nur länger sondern wird auch nach oben breiter)


 

Die letzten Jahre waren sonnig und zu warm. Deshalb habe ich für den sonnigen Standplatz ein Schattenrost (ca. 100 x 60 cm) aus aussortierten Konstruktionleisten gebastelt. Das Lattenrost ist genau wie die Oberträgerbeuten (ähnlich einer Hängematte) aufgehängt.

 Ein schattiges Plätzchen ist auch für den Imker was Schönes. Die Pfähle zeigen hier wieder ihren echten Mehrwert. Mit zwei Spanngummis kann man auch einen großen Gartenschirm sicher fixieren.

Bienenkasten Sonnenschirm

Heimgeholt aus Babylon!

Nach ein paar Jahren mit einem Außenstandplatz habe ich eine TBH im Garten. Wie auf dem unteren Bild zu erkennen ist, lagern die Bienen bei Gewitterstimmung vor. sie verteilen sich und hängen sich ander Außenwand zu einer Schwarmtraube auf, um die Belüftung und Temperatur im Nest nicht hinauf zu treiben. Dies kann man auch als Schweineeffekt bezeichnen. Ist es heiß im Stall, liegen alle Schweine weit auseinander. Ist es kalt, kuscheln alle zusammen um sich zu gegenseitig zu wärmen. Die machen Bienen immer genau so. 

 

TBH mit vorlagernden Bienen undBunten Dosen auf den Pfählen.

Ein Schwarm am Stiel zum Mittagessen

Sommer brachte ein besonderes Erlebnis. Vom Mittagstisch aus konnten wir einen Schwarm ausziehen sehen. Es war einfach ganz großes Kino und beste Unterhaltung zum Essen. Als wir mit dem Essen fertig waren, hatte der Schwarm sich in der Hecke, und leider nicht im Apfelbaum, versammelt. Letztlich gab es dann noch Schwarm am Stil, da ich den verzweigten Trieb mit dem anhaftenden Bienen mit einer Astschere kappen musste, um den Schwarm in einen Kasten ein zu schlagen. 

Schwarmtraube tief in der Hecke

Was soll das? Uhhh, was soll das?

 

 Stopfen, stopfen!

Damit der Schwarm nicht wieder auszieht, ist eine Schwarmfangkiste mit Absperrgitter eine feine Sache. Um die Funktion mit einfachen Mitteln nutzen zu können, habe ich in wenigen Minuten die Fluglöcher des Ablegerkastens mit einer Bohrmaschine vervielfacht. Auf die durchlöcherte Front kann ein Asperrgitter einfach aufgelegt und mit 2 Heftklammern fixiert werden. Fertig ist ein genial simpler und stabiler Schwarmfang- und Feglingskasten. Der Schwarm kann durch die Trichterform des Ablegers leicht eingeschlagen werden. Ist die Königin im Kasten gefangen, ziehen die Bienen durch das Absperrgitter ein. Um die Oberträger rasch auflegen zu können, habe ich die passende Anzahl Oberträger an zwei Leisten festgeheftet, so dass ein vorrübergehender geschlossener Deckel entsteht, der leicht wieder getrennt werden kann.

 

 Vorbereiteter Schwarmfangkasten

Bei dem Ableger hat ich mal bewusst auf den heute üblichen Drahtgitterboden verzichtet und die Belüftung über eine Reihe Bohrlöcher auch der Rückseite eingerichtet. Der Boden bleibt stabil und kann von unten gegriffen werden, wenn man zum Beispiel einen Schwarm einschlagen möchte. Außerdem bleiben die Öffnungen auf frei, wenn der Kasten mal in Gras oder eine schmale Unterlage, wie zum Beispiel eine umgedrehte Obstkiste) gestellt wird. Die Lüftungslöcher lassen sich wie Fluglöcher verschließen.

Einblick mit Übergangsdeckel

 

Die Königin ist tot, es lebe die Königin

Ca. alle 3-4 Jahre wechsel ich die Königinnen gegen leistungsstarke, zugekaufte, junge Königinnen aus. Dabei geht es um Zuchtfortschritt und Sanftmut. Da ich mit meinen wenigen Völkern die eigenen, nachgezogenen und standbegatteten Königinnen nicht selektieren kann und Drohnen und Bienen in der Umgebung unterwegs sind, halte ich dies für eine Pflicht meinen Mitmenschen und den umliegenden Imkern gegenüber. Die Königinnen kommen mit der Post und werden am Tag ihrer Ankunft bereits eingeweiselt. Die alten Königinnen werden gesucht und in einem Weiselkäfig in die umzuweiselnden Völker gehängt, damit keine Weiselunruhe auftritt. Die Begleitbienen werden abgedrückt (Hier geht die Sicherheit der neuen Monarchien einfach vor. Zur einfachen Handhabung lassen ich die Bienen in einem transparenten Plastikbeutel aus dem Zusatzkäfig und zerdrücke sie von außen. Der Käfig wird aus dem Plastikbeuten entnommen, der Plastikdeckel vor dem Zuckerteig abgebrochen und nicht nur aufgebogen. Der Zuckerteig wird neu geformt und mit einer Nadel ein Duftloch zur Königinnenkammer gestochen. Anschließend wird die Königin herausgefangen und gezeichnet. Die gezeichnete Königin kommt wieder in den Zusetzkäfig.) Der Zusetzkäfig kommt unter einen Oberträger mit Anfangsstreifen bis kurz zur vor der Ausfressöffnung. Jetzt wird die alte Königin entnommen und die neue Königin mit dem neuen Oberträger direkt ins Volk gehängt. (Das Umwesieln ohne Weiselunruhe habe ich von Otto Boecking übernommen und es hat bei mir noch nie versagt.) Die Königin hat so einen Rückzugsraum zum Oberträger. Die Bienen können sich langsam zur neuen Regentin durchfressen und der Anfangsstreifen sorgt dafür, dass sich um die Königin schnell viele junge, friedliche Baubienen sammeln, wie es auch der Zusetzkäfig nach Wohlgemuth tut. Nach einer Woche wird der Käfig entfernt und die Stelle, wo sich der Oberträger befindet kommt ein improvisierter Anfangsstreifen, damit es schöne Waben und keinen Wildbau gibt. Eine der am Oberträger entstandenen Wabenszungen wird abgerissen, zu einer Rolle gedreht und als Starterstreifen auf die Mitte des Obeträgers gepresst - fertig. 

Weselkäfige an Oberträger - abgerissenen Wabenzunge als Arbeitsmaterial - ausbesserter StarterstreifenWeselkäfige an Oberträger - abgerissenen Wabenzunge als Arbeitsmaterial - ausbesserter Starterstreifen

 


Auf die Goldwaage...

Gerade wenn man noch Erfahrungen sammelt, kann es helfen nach der Auffütterung zu wiegen, da ein Schätzen der Futtervorräte bedingt, das Volk auseinander zu nehmen und eine Schätzung bei teilausgebauten Waben etwas schwieriger ist, als bei der Verwendung von Rähmchen. Mit 2 Schraubisolatoren und 2 Federwaagen (oder einer Waage und einer Drahtschlaufe) lassen sich die Gewichte relativ einfach ohne schweres Heben (da nur jede Seite nacheinander gehoben wird) ermitteln. Die angezeigte Masse ist leichtabzulesen, weil die Beute ruhig an den Federwaagen hängt und eine 2. Federwaage ist billiger als eine aufwendige Hebemechanik. Mit der Federwaage können auch Eimer mit Futter, Schwärmen  und ähnliches gewogen werden. Je geringer das Maximalgewicht einer Taschenfederwaage ist, desto genauer ist die Skalierung. Dies spricht auch für 2 Waagen mit engerer Skalierung.

Wieder-/Vereinigung

zum Vereinigen zweier Völker, zum Beispiel beim Rückvereinigen mit einem Zwischenableger oder bei einem weisellosen Volk (Volk ohne Königin) kann zur Sicherung ein Absperrgitter vor die Fluglöcher geheftet werden. Die Bienen, des aufzulösenden Volkes, werden vor dem bleibenden Volk abgekehrt. Sind die Bienen ohne Waben wird der Transportbehältern kurz auf dem Boden aufgestoßen und die Bienen mit einem feinen Wassernebel angefeuchtet, damit diese nicht auffliegen und sich schütten lassen.

Standortbedingungen

Nicht jeder Standort ist ohne Tücken. Bremsen, Zecken und Lausfliegen nicht Bienen erzwingen in Waldnähe dieses idyllische Nachwuchsfoto. Die Beute ist mit Fluglöchern an der linken Seite und in der rechten Ecke gestaltet. Im rechten Teil wird Honig eingelagert und man könnte einen Zwischenableger einrichten oder die Beute ähnlich einem Zuchttrog nutzen.

 

Und im Sommer glaubt man es hagelt, wenn verschiedene Arten aggressiver Bremsen auf Auto fliegen. (Es geht doch nichts über ein klares Feindbild.) Bienenfrevel braucht man bei solchen biestigen Wächtern nicht zu erwarten.

Bremse auf Windschutzscheibe

 

 Mein Tipp!

ZIEHEN SIE IMMER DIE SCHUTZAUSRÜSTUNG AN, IN DER SIE SICH SELBER SICHER FÜHLEN!

 

Bienen spüren Ihre Angst. Lieber ein ruhiger, sicherer Imker mit Schleier, als ein Held auf der Flucht.