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Kenyan Top Bar Hive

Platz-, zeit- und kostensparendes Hobbyimkern mit beweglichen Waben ohne schweres Heben. Einfacher Selbstbau aus Holz und Verzicht auf belastete Wachsmittelwände und Kunststoffwaben.

Wabenabrisse

Das Wabenwerk im Wildbau kann Lasten durch Honig ohne weiteres beherrschen, weshalb es nicht unmöglich ist, aber in der Natur selten vorkommen sollte, dass Waben abreißen. Bei Völkern die von oben nach unten wachsen, gibt es wenig unbebrütete Waben, die direkt zur Honigeinlagerung genutzt werden. Zudem stehen Wabenabrisse in Bienenkästen meist in Verbindung mit sehr hohen Außentemperaturen oder Stürzen.

Durch die Beachtung folgender Grundsätze, kann man Wabenabrisse beinahe ausschließen:

  1. Abschatten der Beute (Aufstellen unter Bäumen oder Verwendung eines Schattendaches, Auflage einer Isolierplatte zwischen Oberträgern und Dach, 5 mm Leisten zwischen Dach und Isolierplatte.)
  2. Bei Außentemperaturen über 30° C Arbeiten am Volk auf den frühen Morgen verschieben.
  3. Ineinander verbaute Waben erst bei kühlerem Wetter oder bei einer Honigentnahme trennen und solange als Block schieben oder anheben.
  4. Wachs und Kittharz von Innenwänden und an den Oberträgerseiten regelmäßig mit dem Stockmeisel entfernen, um Wachsbrücken und Wildbau zu vermeiden.
  5. Krumme Ecken bei jungen Waben (Eselsohren) nicht ausschneiden sondern gerade biegen, um ein Verbauen mit der Wand oder Nachbarwaben zu vermeiden.
  6. Raum großzügig geben, damit ein Wachstum von oben nach unten möglich ist.
  7. Völker erweitern, indem stabile, bereits bebrütete Waben von der Mitte des Brutnestes langsam nach außen wandern. Bereits mehrfach bebrütete Waben sind deutlich unempfindlicher als neue Waben.
  8. Bei Trachtmangel leere unbebrütete Waben bei sommerlichen Temperaturen ggfs. 1 cm unter dem Oberträger abschneiden, ohne den Raum zu stark einzudämmen, damit die Bienen wieder von oben nach unten auf einer größeren Fläche wachsen.
  9. Die verringerte Wabenstabilität spricht auch gegen ein Schleudern von Honigwaben aus Oberträgerbeuten, selbst wenn dies technisch möglich ist.
  10. Brutwaben, die beim Hantieren leicht geknickt werden, sollten schon vor dem Erkennen weiterer Schäden mit mehreren Drähten gesichert werden (Zahnseide ist ungeeignet, da sich die Bienen darin verfangen).
  11. Überbaute oder verbaute Honigwaben sollten rechtzeitig geerntet werden.

 

Geknickte Brutwaben kommen werden zwischen Stirnwand und einem Schied in die Kiste eingestellt. Die Bienen lagern die Vorräte um, oder die Wabe wird bei der nächsten Honigernte entnommen.

Die Verwendung einer Mittelstütze senkrecht zu den Oberträgern oder von Holzspießen ist möglich, aber nicht systemkonsequent, wenn der Aufwand erhöht wird können besser Bienenkästen mit Rähmchen verwendet werden.

Die Gefahr von Wabenabrissen auch bei vorsichtigem Umgang gehört zu den wenigen echten Nachteilen der Oberträgerbeute. Mit der Zeit bekommt man hierfür immer mehr Erfahrung.

 

Eselsohr an einer Wabe. Solche Ecken sollten nicht großzügig entfernt sondern in die richtige Position gebogen werden.


Auch Waben haben mitunter Eselsohren.Auch Waben haben mitunter Eselsohren.

Die Gefahr von Wabenabrissen auch bei vorsichtigem Umgang gehört zu den wenigen echten Nachteilen der Top-Bar-Hive. Mit der Zeit bekommt man hierfür immer mehr Erfahrung. Bereits mehrfach bebrütete Waben sind deutlich unempfindlicher als neue Waben. Überbaute oder verbaute Honigwaben sollten rechtzeitig geerntet werden. Seit dem ich die


Ein abgerissenes Wabenteil, das bis zum Auslaufen der Brut mit Drähten aufgehängt wurde. (Alternativ wird auch Zahnseide zum Befestigen empfohlen. Dies habe ich einmal ausprobiert und fand das Ergebnis erschreckend. Ein Dutzend Bienen hat sich in den Fasern verheddert und ist umgekommen.)

 


 

Schwarmlenkung

Die TBH liegt zwischen einem Lüneburger Stülper (Strohkorb) der die Bienen aus Platznot in einen Schwarm treiben soll und einem Magazin das (theoretisch) unendlich erweitert werden kann. Trotzdem ist das Raumvolumen von Trogbeuten und TBHs durch seitliche Schiede in gewissen Rahmen variable und allemal größer und variabler als in einem zweietagigem Blätterstock.

Da die Beute nicht endlos erweiterbar ist, kommt man erst garnicht in die Versuchung Megavölker zu schaffen. Moderne Methoden der Völkerführung setzten dabei bewußt Methoden ein, die dem Schwarmverhalten in ihrer Wirkung sehr nahe kommen. Dies wären der Flugling und der Freiluftschwarm. Bei Methoden sind mit einer Brutpause und einer Bauerneuerung verbuden. Dies ist ein idelaer Weg, gleichzeitig gegen Brutkrankheiten wie der Varroa vorzugehen.

 

So läuft'sSo läuft's

 

Gib Ihm!

Einhängen von nicht ausgebauten Oberträgern in eine bereits besetzte Oberträgerbeuten

Grundsätzlich sind frisch vorbereitete Oberträger einfach eingekürzten Waben vorzuziehen.

 Immer schön mit System!Immer schön mit System!


Des Guten zuviel!


oder Erfahrungen mit der Totalbauerneuerung.

Die Entnahme aller Waben schafft hygienische Vorteile, da mit den Waben viele Krankheitskeime entfernt werden und die Entnahme aller Brut auch die meisten Varroamilben aus einem Volk entfernt werden. In Teilen erreicht man dieselben Effekte auch über die Bildung von Fluglingen, was zudem mit der Schwarmverhinderung verbunden ist. Allerdings ist nichts so radikal und wirksam, wie die Totalbauerneuerung.

Nach der Empfehlung zur Betriebsweise mit der Oberträgerbeute aus Veitshöchstheim soll die Totalbauerneuerung in der Oberträgerbeute zeitgleich mit dem Abräumen (der letzten Honigernte in der Saison) durchgeführt werden. Dies ist aus zwei Gründen logisch, obwohl die Totalbauerneuerung auch zu anderen Zeiten erfolgen kann. Zum ersten hat der typische Oberträgerbeutenimker nur wenige Völker, so dass er die entnommene Brut nicht in Brutscheunen zusammenfassen kann und die Zusammenfassung von Arbeiten in einem Eingriff normalerweise angestrebt wird. Zum anderen lässt man sich Zwischenableger teilweise bis zum Herbst entwickeln, um ihr großes Wachstumspotential zu nutzen. Beim Imkern in der Oberträgerbeute kann das Wachstumspotential wegen der beschränkten maximalen Raumgröße aber nur über Teilung und Vermehrung der Völker genutzt werden. Das widerstrebt aber dem Hobbygedanken mit wenigen Völkern.
Bei mir fiel als dritte Maßnahmen zur Totalbauerneuerung und Honigernte auch noch die Auflösung der beiden Zwischenableger an. Da ein Volk meiner zwei Leibimmen, also der Völker, die über den Winter bestehen sollen auch noch umgeweiselt haben, fiel der Termin auch wetterbedingt relativ spät im Anfang August an. Die Bienen suchten wegen fehlender Tracht überall nach möglichen Zuckerquellen. Räubereigefahr!
Als Vorbereitung wurde vor beiden verbleibenden Völkern eine Platte als Rampe aufgestellt und ausreichend Eimer mit Deckel bereitgestellt. Wenn zu wenige Eimer vorhanden sind, kann man die Eimer auch mit Beuteln ausschlagen die dann bienendicht zugeknotet und wieder entnommen werden. In allen Völkern wurden die Königinnen gesucht, gekäfigt und in den Bestandsvölkern unter Futterteigverschluss (Königinnenkäfig dessen Stopfenöffnung mit einem haselnussgroßen Teigstopfen aus Puderzucker und Wasser verschlossen wird) unter einen leeren Oberträger befestigt

 

Um die Königinnen unbeschädigt in einen Weiselkäfig zu bekommen, ist es am einfachsten sie,

in einem geschlossen Raum über eine Fläche laufen zu lassen

und den den Weiselkäfig mit aufgeschobener Plastikblende über die Königin zu stülpen.

 

Fang die Maus äh Königin!Fang die Maus äh Königin!

Der die Gitterseite des Käfigs wird seitlich postiert, damit die Königin genug Luft bekommt und ausreichend Kontakt zu den anderen Bienen durch das schützende Gitter hat. Alle Waben werden vor dem Flugloch angestoßen oder Abgefegt. Da die Brut anschließend getötet wird, ist hierbei keine besondere Vorsicht nötig. Die Bienen krabbeln über die Rampen wieder in die leeren Bienenkästen. Die Waben der bleibenden Völker werden 1-2 cm unter dem Oberträgern abgeschnitten, so dass keine neuen Starterstreifen erforderlich sind.

 

Abschneiden der Waben in drei (Ab-)Schnitten. So passen die Wabenstücke immer in den Eimer.

Die Eimer können mit einem Beutel ausgeschlagen werden, um den Eimer mehrfach zu verwenden.

Damit das fallende Wabenstück nie Größer als der Eimer ist.Damit das fallende Wabenstück nie Größer als der Eimer ist.

Die Oberträger werden sofort wieder zurück auf die Beute aufgelegt. Während dieser Maßnahmen werden die Honigwaben in getrennte verschließbare Eimer (oder bei mir in Isolierboxen) verbracht. Wabenteile mit unverdeckeltem Nektar oder ohne Honig werden direkt aussortiert. Nach den bleibenden Völkern kommen die Ableger an die Reihe. Die Ableger werden zuerst verstellt, damit die abgefegten Bienen nicht immer wieder in die Ablegerkästen (oder Beuten) zurückfliegen und gegebenenfalls mehrfach abgestoßen werden, was jede Biene reizen würde. Hier können die Waben auch direkt unter dem Oberträger abgeschnitten werden oder die bienenfreien Waben werden erst in leere, Bienendichte Beuten oder Ablegerkästen gehängt, um sie später, am besten in einem Bienendichten Raum, weiterzuverarbeiten. Die restlichen Bienen der Ableger werden ebenfalls zusammengestaucht und vor die verbleibenden Völker abgestoßen. Nach der Wabenentnahme muss man direkt mit dem Füttern beginnen. Um keinen weiteren Anlass für Räuberei zu geben, sollte Flüssigfutter jetzt nur durch einen Gitterdeckel gegeben werden. Die überzähligen Königinnen bekommen ein eisiges Grab in der Tiefkühltruhe. Hat man sonst nur ein Volk kann man auch zur Sicherheit noch einen Miniableger in einem Begattungskästchen bilden, dann nach der Totalbauerneuerung sonst keine Brut mehr vorhanden ist. Das Begattungskästchen wird dann erst im Oktober aufgelöst.
Trotz guter Vorbereitung war die Völker für die Jahreszeit zu lange auf und zu stark irritiert, so dass ich die Maßnahme für den letzten Ableger nochmal um eine Woche nach hinten verschieben mußte.

Fazit: Gerade durch die Bildung von Fluglingen bleiben alte Waben im Bestand. Da alte Brutwaben nicht mit der Honigernte sondern mit der Brut erst entnommen und dann wieder bei der Rückvereinigung ins Volk zurück gelangen. Die Totalbauerneuerung ist, zumindest in Kombination mit Honigernte und/oder dem Auflösen der Ableger für das Imkern im Hausgarten wenig geeignet. Die vielen Bienen haben doch Passanten irritiert. Wenn man nicht aufpasst gibt es auch noch räubernde Bienen. Für die Zukunft werde ich eine Kombination mit der Zwischenablegerbildung anstreben. Fluglingbildung mit Wiedervereinigung ohne Brut.

 

Aufräumaktion im Bienenvolk nach der nicht geglückten Totalbauerneuerung. Wildbau und abgerissene Wabenteile (mit gedeckelter) Brut werden in einem Eimer neben dem Bienensitz gesammlet, bis die Brut geschlüpft ist.

 Abgerissene Wabenteile zum Auslecken neben dem BienenvolkAbgerissene Wabenteile zum Auslecken neben dem Bienenvolk


 

Besiedlung den TBH

 

Beim Zukauf von Bienen:

Die ideale Form Bienenkästen zu besiedeln ist der Schwarm. Er hat alle Vorteile, die man sich vorstellen kann. Schwärme sind die natürliche Wanderform des Biens. Ein Schwarm ist viel mehr als die Versammlung von Induviduen um ein Alpha-Tier. Ein Schwarm ist ein zusammenhängender Superorganismus. Schwärme sind nicht an Kastenformen gebunden, können ihre Temperatur durch ausdehnen und zusammenziehen regulieren. Ein freier Schwarm ist in der Lage eine geeignete Wohnung suchen, sich zwischen verschiedenen Alternativen zu unterscheiden und schnell über weite Entfernungen zu wandern. Bienenschwärme können unterschiedlichste Räume besiedeln. Wie flexibel sie dabei sind, ist auch an den vielen erfolgreichen Bienenstockarten von Röhrenbeuten, Alemannischen Rümpfen bis zum Magazin erkennbar. In einem Naturschwarm gibt es ein gutes Gemisch aus älteren und jungen Bienen. Heute steht beim Handel der Kunstschwarm im Vordergrund. Kunstschwärme werden erst später im Jahr angeboten, aber sie sind unabhängig vom Rähmchenmaß, gut zu transportieren und bauen die neuen Waben wunderbar regelmäßig mit relativ wenigen Drohnenzellen. Beim Schwarm werden die Brutkrankheitserreger reduziert. Im Gegensatz zu Brutablegern ist sogar ein Versand theoretisch möglich. Durch Wiegen ist eine Bewertung gut möglich. Aus Imkervereinen ist es teilweise schwierig Schwärme zu kaufen. Mit Brutablegern verkauft man auch ein Rähmchenmaß, alte Waben und ein wertvolleres Volk, was sich teurer verkaufen lässt.Eine weitere Möglichkeit besteht darin, dass Umsiedeln mit einer Totalbauerneuerung mit der letzten Honigentnahme zu kombinieren. Anleitungen zur Totalbauerneuerung gibt es im Internet. Da ich persönlich mit diesem Verfahren keine gute Erfahrung gemacht habe, habe ich es auch nicht näher beschrieben. Eine zusätzliche Option besteht in dem Aufsetzen einer besetzten Zarge auf einer leeren Oberträgerbeute. die Oberträger müssen hierzu Durchlässe für die Bienen haben, damit diese zwischen den beiden Räumen wechseln können.die Fluglochöffnungen werden nur in der unteren Oberträgerbeute öffnet die Bienen bauen das Volk in Richtung Fluglöcher aus und beginnen in der Zager Honig einzulagern. Mit der Honigernte kann die aufgesetzte Zager entfernt werden. Diese Methode verlangt allerdings ein wenig Improvisation bezüglich des Daches und der Durchlässe für die Bienen. Im Internet befinden sich Anleitung, die auch einfach einzelne Oberträger aussparen, um eine Aufstiegsmöglichkeit für die Bienen zu schaffen.ich persönlich habe Oberträgern auch mit zickzackförmigen Ausschnitten in versehen, was sein Sinn durchaus erfüllt. Die letzte Methode ist die ruppigste und, so finde ich, nur bedingt zu empfehlen. Dabei werden die abgekehrten Waben unter einen Oberträger geschraubt. Die Schrauben und werden von oben in die Oberträgerleiste des Rähmchens versenkt. Dann werden die Waben mit einem Messer seitlich und unten vom Rähmchen getrennt und in Trapezform getrimmt. Zuletzt werden die seitlichem und unteren Rämchenteile Mittels einer Astschere abgetrennt.


Einblick auf helle neue Wabe

 

 

Erweiterung und Verjüngung:

Im Gegensatz zur Erwerbsimkerei ist es nicht das Ziel möglichst starke und leistungsfähige Völker zu führen, sondern die Völker einfach führen zu können und für eine ausreichende Verjüngung bzw. Ersatz zu sorgen. In Afrika wird dies in der Bewirtschaftung der Oberträgerbeute dadurch erreicht, dass es keine Schwarmverhinderung gibt und den Bienen leere Beuten zum Besiedeln angeboten werden. Da die Bienen schwärmen, sobald die Beute zu klein wird, stellt sich dort die häufige Frage gar nicht, ob die Oberträgerbeute nicht zu klein ist. Idealerweise würde man auch bei uns auf eine Schwarmverhinderung verzichten, wenn es gelingt hoch effiziente Schwarmfallen zu bauen, die kaum einen Schwarm entkommen lassen. (In Zeiten von Varroa und amerikanischer Faulbrut, sind Völker, die auf sich gestellt sind, leider auch schnell ein Infektionsrisiko für die benachbarten Völker.) Das Klippen (Beschneiden eines Vorderflügels der Bienenkönigin) ist keine Lösung. Bin ich nicht zur Stelle gibt es nach dem Schlüpfen der jungen Königin nur noch mehr Schwärme, die weiter fliegen und schlecht zu fangen sind. Ist man immer in der Nähe kann man in der Nähe der Völker einen Schwarmlocker (Brett mit Rinde) anbieten und die fallenden Schwärme fangen. Bei weiter entfernten Bienenständen oder Abwesenheit über Tag kann ein Schwarmlockkasten helfen, dieser kann aber selbst mit Pheromon nicht sicher fangen, da der die Bienen ein neues Zuhause abseits des alten Bienenvolkes suchen. In der Hobbyimkerei unter unseren Bedingungen wird man dies durch eine Vorwegnahme des Schwarms lösen. Die Brutwaben werden mit den ansitzenden Bienen entnommen, und in einer Beute am Stand untergebracht. Das Flugloch wird stark verengt. Die Königinnenzellen am besten bis auf eine zerstört, um Nachschwärme zu verhindern. Die Königin (oder wenn man diese nicht findet eine Wabe oder ein Wabenstück (Kristallisationspunkt) mit jüngster Brut (ohne Schwarmzelle) bleiben in der ursprünglichen Beute, die an Ihrem alten Platz bleibt. Die Flugbienen kehren alle wieder in den ursprünglichen Kasten zurück. Der neu gebildete Brutableger behält die jungen Bienen, beide Völker besitzen eine Königin oder Brut und sind so geschwächt, dass der Schwarmtrieb meistens erlischt. Nach diesem Vorgehen hat mein zwei Völker und damit auch das Risiko geteilt. Es ist kein zweiter Bienenstandort notwendig, was, wenn man nur ein oder zwei Völker hat, einen erheblichen Aufwand bedeuten kann und wenn etwas in einem einem Volk nicht klappt oder man schnell wieder trachfähige Völker haben will, kann man den Brutableger als einen Zwischenableger wieder nach einer Woche auflösen und die Bienen vor das Flugloch des zu verstärkenden Volkes fegen. Im Gegensatz zu anderen Methoden arbeitet man hier mit und nicht gegen den Willen der Bienen. Wenn nach der Bildung des Ablegers eine Woche kein Flugwetter herrscht, müssen im Ableger überzählige Weiselzellen ausgebrochen werden, um eine Schwarmabgabe vom Ableger zu verhindern. In der Standimkerei ist es ohne Hilfe schwierig die Beuten allein umzustellen bzw. unzuhängen. Hier können die Brutwaben auch entnommen und in eine andere Beute umgehängt werden.Andere Methoden einen Schwarm vorweg zu nehmen, die nicht so radikal sind, wurden nach Sklenar und Taranov benannt. Beide Methoden haben den Vorteil das man keinen zweiten Standort und keinen Feglingskasten benötigt.Beim Freiluftschwarm nach Sklenar werden die Bienen, aus beliebig vielen Völkern auf ein Unterlage (Tisch, Pappe) über einen Käfig mit einer begatteten Königin mit einem Haltepunkt (Rähmchen, Brett...) gefegt, der an einem Seil etappenweise nach oben gezogen wird. Die Bienen bilden allmählich eine Schwarmtraube und werden am nächsten morgen eingeschlagen und gefüttert. Wenn notwendig, kann man eine Federwaage einfügen, um das Gewicht (1,5-2 kg Bienen) nicht schätzen zu müssen.
Bei der Kunstschwarmbildung nach Taranov wird ein Brettchen (ähnlich einer Sprungchance) ca. 20 cm vor dem Flugloch aufgestellt, so dass es zum Flugloch leicht ansteigt und ausreichenden Abstand zum Boden hat. Die Bienen werden von den Waben auf das Brettchen gefegt und bilden am oberen Ende eine Schwarmtraube, die wie ein normaler Schwarm eingeschlagen und sofort gefüttert wird.(Wenn man keine zweite Beute hat, oder das Volk nicht geteilt werden soll, bleibt noch die 2x9-Methode nach Golz. Dabei wird die alte Königin entnommen (und wenn Sie noch wertvoll ist, zum Beispiel an einem anderen Standort in einem Ableger aufbewahrt). Danach werden zweimal im Abstand von ca. 9 Tagen alle Weiselzellen ausgebrochen (zerstört). Erst nach dieser Zeit wird die alte Königin oder Zuchtstoff als jüngste Brut oder künstliche, belarvte Weiselnäpfe zugegeben. Diese Methode ist jedoch für einen Hobbyimker mit einem höheren Risiko behaftet, da alle Weiselzellen auch gefunden werden müssen.)Die Königin ist tot. Es lebe die Königin.Wenn man weniger als fünf Bienenvölker hält, ist eine echte Zucht nicht möglich, da Zucht immer an eine Auslese gebunden ist, die Wahlmöglichkeit voraussetzt. Ein Bien ist dabei theoretisch unsterblich. Durch den Wechsel zwischen Nachschaffung und Abgang und Schlupf von Arbeiterinnen verjüngt sich der Bien und entwickelt sich genetisch durch Schwarm und Nachschaffung mit Paarung weiter. Ein Volk droht erst der der Tod, wenn er ohne junge Brut und ohne Königin ist.Unter diesen Bedingungen halte ich eine regelmäßige Königinnenerneuerung durch zugekaufte Könginnen durchaus für eine gute Variante. (Auch wenn dies zum Beispiel in der zertifizierten Bio-Imkerei untersagt ist.)- Die Schwarmneigung bei jungen Königinnen ist deutlich geringer.- Die Gefahr, dass die Bienen wegen dem Alter zu Unzeiten ihre Königin verlieren oder diese drohnenbrütig wird, ist geringer.- Für die Standbegattung in der Umgebung stehen höherwertige Drohnen zur Verfügung. - Sollte die Bienen eine Königin nachziehen, ist diese näher an einer Zuchtstufe, was gerade in Bezug auf die Sanftmut der Folgegeneration positiv ist.

 



Bitte recht freundlich...

 

Rauchgabe durch den Drahtgitterboden

 

Die Waben werden mit dem Stockmeisel leicht zur Seite oder von unten nach oben gehoben.

Bei der Bearbeitung eines Bienenvolkes gelten die gleichen Grundregeln, wie bei anderen Lagerbeuten. Man sollte ruhig und konzentriert vorgehen. Aber im Gegensatz zu Rähmchen ist es wichtig die Oberfläche geschlossen zu halten. Und während man zwischen entnommenen Rähmchen eher etwas mehr Platz lässt, damit die Bienen sich nicht in den Wabengassen verknäulen, die dann auseinander gerissen werden, wenn man die Waben wieder bewegt, oder Bienen und Waben gequetscht werden, ist es bei der Oberträger genau andersherum, die geschlossene Oberfläche, die auch den exakten Wabenabstand garantiert, wird möglichst beibehalten. Die Waben bleiben so am besten beweglich und zwischen und auf den Oberträgern postieren sich keine verteidigungsbereiten Bienen, die eine neue Öffnung zu ihrem Nest entdeckt haben. Beim Zusammenschieben der Waben geraten so auch selten Bienen zwischen die Oberträger. Wenn man mit etwas Rauch arbeitet und die Waben erst mal fast zusammen schiebt und dann nochmals wieder kurz etwas auseinander nimmt, bevor man die Oberträger wieder an einander drückt, haben eigentlich alle Bienen kapiert, dass sie sich nach unten begeben sollen. Die geschlossene Oberfläche sorgt für sehr ruhige Bienen. (Beim Imkern mit afrikanisierten Bienen wird in Mittel- und Südamerika auch eine flexible Drahtgebewebeabdeckung mit seitlichen Stäben, ähnlich einer Papyrusrolle (Flex genannt) über die nach oben offenen Wabengassen gelegt.) 

 

Füllt ein Volk nicht den gesamten Raum einer Beute aus, ist besonders angenehm diese zu bearbeiten, weil man keine Waben herausnehmen muss und abfallende Bienen in Beute plumpsen. Zum schnelleren und trotzdem bienenschoneden Arbeiten werden die Waben nicht dicht zusammengeschoben. Damit aus den offenen Wabengassen keine Bienen zur Volksverteidigung aufsteigen, werden Wabengassen mit freien Oberträgen abgedeckt. (Dies ist die kleine Alternative zur Flex.)

Schön dicht machen!Schön dicht machen!

 

Die freien Oberträger können auch über die Beute hinaus auf den Tragedrähten abgelegt werden.

Waben im HammelsprungWaben im Hammelsprung

Beim zusammenschieben werden die Bienen zickzack zusammengeführt. Dann kann man sie nach einer leichten Rauchgabe zusammenschieben ohne Bienen zu zerdrücken. Werden die Waben parallel zusammengeschoben ist dies pft nicht möglich, da der Raum zwischen den Waben zu groß bleibt oder die Waben an einer Seite eine große Kurve beschreiben, so dass sie drohen, in die beute zu fallen.

Zickezackezickezacke hoi hoi hoi !Zickezackezickezacke hoi hoi hoi !

 

 

 

Soll eine vollständige Wabenkontrolle durchgeführt werden, bietet es sich an, erst mal Freiraum zu schaffen. Dazu werden 5 oder 6 Waben oder leere Oberträger von einer Seite in einen Wabenbock umgehängt [a] (Bodenkontakt sollte aus hygienischen Gründen vermieden werden). Anschließend werden alle restlichen Waben, in Richtung des entstandenen Freiraums verschoben oder umgesetzt [b]. Jetzt können die Waben einzeln wieder zurück an ihren ursprünglichen Ort gehängt und dabei kontrolliert werden. Nach der Kontrolle brauchen die Waben meist nicht mehr angefasst werden, die Bienen haben in diesen Waben wieder schnell ihre Ruhe. Zwischen den bearbeiteten und unbearbeiteten Waben entsteht ein breiter Arbeitsraum, so dass Waben bequem entnommen und bewegt werden können, ohne Bienen zu drücken oder abzustreifen (Bienen lieben es gar nicht über die Waben gerollt zu werden.) [c]. Der große Abstand sorgt auch dafür, dass die Königin nicht unbemerkt von den unbearbeiteten Waben auf die bereits kontrollierten Waben wechselt.

 Schemaskizze Vorgehen bei der Volkskontrolle


Der Rand der Beute (ein Pfahl u. ä.) dient auch als einseitige Wabenablage, so dass die Wabe bequem von beiden Seiten betrachtet werden kann. Die Bearbeitung ist bei Oberträgern und Rähmchen sehr ähnlich: Platz schaffen-Verkittungen (und evtl. angebaute Stellen) lösen- Volk durchsehen und dabei einen gesamten seitlichen Rutsch um den gewonnenen Raum machen. Nach der Durchsicht werden die Oberträger (mit Hilfe des Stockmeisels) wieder Blockweise zurückgeschoben-entnommene Oberträger wieder einhängen. Durch dieses Vorgehen bleibt das Volk relativ geschlossen und die Seitenwände und Oberträger können während der Durchsicht saubergekratzt werden, außerdem werden wenige Bienen beim Ziehen von Waben am Nachbaroberträger abgestreift.

 

Korrektes Handling der Waben ist einfacher als man denkt, besonders leicht sollte es Personen fallen, die noch nie mit Waben mit Rähmchen gearbeitet haben.

 

Das TABU (Geht gar nicht!)

Nie die Wabe um den Oberträger drehen. Das gibt Wabenbruch oder zumindest eingequetschte Zellen als Knicklinie. An dieser Linie reißen die Waben beim Wiedereinhängen ab!

So nicht!So nicht!

 

So ist's gut.

 

1. Form: Fest in zwei Händen

Alles im Griff und ggfs. dreht man sich mit der Wabe.

Bewegung auf einer EbeneBewegung auf einer Ebene

2. Form: Mit einer Hand und einem Auflagepunkt (oder einer Auflagefläche)

Man gwinnt mindestens eine freie Hand und kann die Wabe drehen ohne umzugreifen.

 

Mit etwas Unterstützung!Mit etwas Unterstützung!

3. Form: in Bewegung.

Man hält die Wabe an den Ohren und lässt sie einfach durchpendeln. So kann man die Wabe unter der Hand drehen und einhändig halten. Man hat wenig Bienenkontakt und es ist sehr viel weniger anstrengend, als die Wabe mittig von oben zu greifen.

DurchhängerDurchhänger

 

 

Wenn mal eine Ablagemöglichkeit für die Waben fehlt, kann man dies aus dem Bauch heraus ausgleichen.

Die Haltung am Bauch ist bequem und hat noch nie zu Probemen geführt.

BauchgefühlBauchgefühl

 

 

 

Man kann auch mehrere Oberträger gleichzeitig heben.

2 bis 3 auf einmal2 bis 3 auf einmal

Oder hebt die Waben erst gar nicht an, sondern schiebt sie mit den Daumen über Seitenkanten.

SchiebebahnhofSchiebebahnhof

Im Notfall hilft nur die Stabile Seitenlage.

Will man die Waben auf eine Seite legen (zum Beispiel um die Brut bei Krankheitsverdacht zu untersuchen oder Larven umweiseln) muss eine feste Unterlage, wie ein Trennschied, hinter die Wabe gelegt werden. Die Wabe wird dann mit dem angelegten Brett umgelegt.

 

NiederlageNiederlage

 


Sollte es beim Bearbeiten klar werden, dass anschließend zum Beispiel eine Wabe als Weiselprobe eingehängt werden soll, wird hierfür ein Platzhalter durch einen umgedrehten oder markierten Oberträger eingefügt. Solch ein Platzhalter durch einen umgedrehten Oberträger ist in der folgenden Abbildung zu sehen.

Die Oberträger können auf der Oberseite gut beschriftet werden. Auf der Abbildung tragen die Oberträger Angaben über den Wintervorrat zur ersten Kontrolle im Frühjahr und eine Linie mit Zahlen die Lage und Reihung in der Beute angeben, um die Nestordnung möglichst wenig zu stören.

 

Aufblick auch die Oberträger mit Beschriftungen

Sehr hilfreich ist ein Markierungsstrich auf allen Oberträger, damit die Wabe immer in der gleichen Richtung wieder eingehängt werden können.

Linie auf der Rückseite über alle Oberträger und die Randleisten

 

Nach der Bearbeitung werden die Oberträger wieder mittig ausgerichtet, indem man die Oberträger mit den flachen Händen zusammenrückt. Die Seitenwände bieten hier eine fühlbare Orientierung.

einfaches blindes Ausrichten der Oberträger


Eine Königinnenzucht wird unter normalen Bedingungen in Deutschland nicht in einer Oberträgerbeute durchgeführt werden, da eine Leistungsprüfung auch unter Leistungsbedingungen durchgeführt werden sollte und die Oberträger hier kaum vom Imkern eingesetzt wird, die ihre Wirtschaftsweise auf optimale Leistung ausgerichtet haben.


Allerdings ist es sehr gut möglich eine Vermehrung in der Oberträgerbeute durchzuführen.

Bei kann die Beute als Zuchttrog oder als Finisher betrieben werden. Hierdurch sind große Serien von Königinnen möglich. Da nur auf einer Höhe gearbeitet wird und keine Honigzargen abgehoben werden müssen, ist das Arbeiten rückenschonend und bequem.

Als Zuchtleiste kann ein normaler Oberträger oder ein spezieller Weiselträger verwendet werden, dieser kann noch mit einer Futtertasche oder einer sogenannten Hürde zur Aufnahme von Weiselkäfigen versehen werden.

Ehrlicherweise muss man aber eingestehen, dass die schrägen Seitenwände den Raum für Weiselkäfige und ähnliche eckigen Teile einschränken oder den Bauaufwand erhöhen.

Als Trogbeute wird die Oberträgerbeute auf einer Ebene von oben bedient. Belastens Heben und Bücken entfallen weitgehend. Wer möchte kann sich einen Wabenbock etc. ebenfalls hochstellen, um Heben und Bücken weiter zu vermeiden. Allerdings bedingt die lang gestreckte Bauweise, was durch beim seitlichen aufhängen an Pfählen noch verstärkt wird, dass man nicht, wie bei freistehenden Magazinen, die Waben kurz vor dem Körper gleichmäßig mit beiden Händen seitlich greifen und anheben kann. Man muss mit einem Arm immer über die Beute greifen, was zu einer Verdrehung oder einseitigen Belastung führt, die nicht besonders ergonomisch ist.

 

Exkurs:

Abstoßen, abfegen oder abschlagen beziehungsweise abstoßen sind alles Wege einen Gegenstand oder eine besetzte Wabe von ansitzenden Bienen zu befreien. Will man nur einen kleinen Teil einer Wabe bienenfrei bekomme, zum Beispiel um in die Brutzellen hineinschauen zu können reicht normalerweise ein leichter Rauchstoß oder das Tupfen mit der Hand auf die aufsitzenden Bienen.Beim Abschlagen wird die Waben mit einer Hand am Oberträger über die Beute oder Unterlage gehalten, auf die die Bienen abgeschlagen werden sollen. Auf diese Hand schlägt man kurz und kräftig mit dem Handballen der zweiten Hand. Wie Anspielen einer zweiten Kugel beim Billard wird die schlagartige Abwärtsbewegung an die Bienen weitergegeben, die Abfallen. Abschlagen ist die schnelle Methoden Bienen von der Wabe zu bekommen, wenn man zum Beispiel Bienen für einen Ableger braucht, oder Waben ohne Bienen umhängen will. Beim Abschütteln wird die Wabe ca. 7-10 cm aus dem Bienenkasten herausgehoben oder über eine Unterlage gehalten, dann wird die Wabe in schneller Reihenfolge etwa fünfmal stoßartige ca. 5 cm auf und ab geschüttelt. Die Wabe sollte die Unterlage oder Beute nicht berühren. Diese Methode eignet sich besonders, wenn einzelne Waben ohne Bienen aus einer Beute entnommen werden sollen.Die dritte Methode ist das Abfegen der Bienen. Hierzu wird heutzutage fast auschließlich ein spezieller Bienenbesen verwendet. Vor der Verwendung wird der Besen angefeuchtet. Die Borsten werden mit Wasser besprüht, dann kurz mit der Hand durchgewalkt und das meiste Wasser wieder abgeschlagen. (Gerade bei der Honigernte sollte der Besen weich aber nicht nass sein, um kein Wasser in den Honig einzubringen.) Mit dem Besen werden die Bienen mit vielen kurzen, schnell aufeinanderfolgenden Schwüngen von der Wabe gekehrt, damit die Bienen nicht mit dem Besen über die Wabe gerollt werden. Das Abfegen schließt sich häufig an das Abstoßen- oder Schütteln an, wenn man gar keine Bienen mehr auf den Waben belassen möchte. Auch honigschwere Waben oder Waben mit wertvollen Weiselzellen (Königinnenzellen) werden gerade bei rähmchenlosen Waben abgefegt, um die Wabenbeschädigungen zu vermeiden und auch die gedeckelte Brut phasenweise sehr erschütterungsempfindlich ist.Soll ein Deckbrett ö.ä. von Bienen befreit werden, können die Bienen auch abgestossen werden. Hierzu wird der Gegenstand möglichst mit beiden Händen kurz auf die Oberfläche aufgestossen, auf welche die Bienen fallen sollen.