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Kenyan Top Bar Hive

Platz-, zeit- und kostensparendes Hobbyimkern mit beweglichen Waben ohne schweres Heben. Einfacher Selbstbau aus Holz und Verzicht auf belastete Wachsmittelwände und Kunststoffwaben.

 

Das Bienenvolk in der Top-Bar-Hive

Die Beute funktioniert einfach und für bereits öfters entnommene Waben zuverlässig (bei neuen Waben wird gerne etwas verbaut). Der Abstand zwischen den Waben wird über die Breite der Oberträger sichergestellt.

Im Internet findet man sehr viele Möglichkeiten Top-Bars zu gestalten. (Auch die Verwendung von Dickwaben ist möglich.)

Angefangen hatte ich mit der unten beschriebenen Variante, da sie relativ einfach herzustellen ist und mit oder ohne Mittelwandstreifen genutzt werden kann.

Um auf Mittelwandstreifen verzichten zu können, knete ich Wachs zu einer dünnen Rolle und drücke diese in die Nut. Mit einem einfachen Form-Blech, das man mit einer Handsäge herstellen kann, wird das Wachs ausgeformt und überflüssiges Material abgezogen. (Gegossenes Wachs ist mir nicht geschmeidig genug, um einen feinen Grat zu erzeugen.)

Hier kann man den Anfang eines Wabenbaus ohne vorgeprägte Mittelwandstreifen erkennen.

 

Einfach gut...

Wenn genug Wachs vorhanden ist, kann man auch diese Methode verwenden, die einfach auf Anhieb super funktionierte. Wie bei der Herstellung von gezogenen Kerzen oder Weiselnäpfchen wird eine zuvor in kaltem Wasser eingestellte Leiste 8 mal in flüssiges Wachs (75° C) eingetaucht, so dass, das überschüssige Wachs, wieder ablaufen kann. Anschließend wird das noch weiche Wachs an den Schmalseiten der Leisten abgeschabt und die Leiste in ausreichend kaltem Wasser abgekühlt. Das Wachs löst sich fast von selbst. Je nach Tiefe des Wachstopfes reichen 3-4 Streifen für einen Starterstreifen für eine Wabe aus. (Das Verfahren wird in einem Internet-Videoclip für Warré-Beuten beschrieben.)
 

Abbildung mit Bilderfolge zum Ziehen von Wachsstreifen.

Wer es noch einfachen haben möchte, kann mehrere Leisten auf eine Trageleiste schrauben. Die Trageleiste dient auch als Griff.

Zwei Leisten an Trageleiste

 

Die Streifen werden mit flüssigem Wachs eingelötet. Dies kann mit einem Silberlöffel, Wachsheber aus Glas, einer Lötpipette oder mit einem selbst hergestellten Wachsheber aus einer Spritze geschehen. In die Spritze wird ein seitliches Loch unterhalb des Kolbens gebohrt, dass, wie bei einer Flöte, mit dem Zeigefinger verschlossen werden kann.

Wachspipette aus einer Spritze
 
Am einfachsten ist jedoch eine Spritze einfach als Spritze zu verwenden. Ist das Wachs aureichend heiß, Kann man die Spritze einfach mit Wachs aufziehen und das Wachs mit dem Kolben dosiert verwenden.



(Wenn man es eilig hat, kann man auch sehr vorsichtig Wachs zum Beispiel eine zusammengedrehte Mittelwand oberhalb der Starterstreifen mit einer Flammer erhitzen und in die Fuge tropfen lassen. Mittlerweile produziere ich mir zu diesem Zweck spezielle Wachsstangen, indem ich Starterstreifen wie Kerzen immer wieder ins flüssige Wachs eintauche. Der Hauptvorteil ist, dass die Starterstreifen in den Oberträgern bruchempfindlich sind. Um unnötige Arbeiten zu vermeiden, ist es deshalb günstiger die Starterstreifen erst kurz vor der Verwendung in den Oberträgern zu befestigen.)

Skizze Tropfen mit offener Flamme

Nach der Vorbereitung hat man Oberträger mit einem feinen mittigen Starterstreifen, an dem die Bienen ihre Waben ausziehen.


Umgedrehte vorbereitete Oberträger
 
 
 
Das teuflische Dreieck
Neben denen von mir verwendeten Starterstreifen sind auch noch Dreiecksleisten als Bauvorgabe üblich. Die Leisten sind im Baumarkt zu kaufen, aber nur schwer selbst herzustellen. Eine Alternative sind Holzstarterstreifen. Diese können auch mit meiner Tischstichsäge hergestellt werden. Alternativ ist die Verwendung von Eisstielen, die es auch im Bastelzubehör gibt.
Auf der Abbildung sind beide Varianten zu sehen. Die linken Oberträger sind mit dünnen, selbstgesägten Leisten bestückt. Die rechten Oberträger sind mit Eisstielchen versehen. Die abgerundeten Enden wurden im inneren Bereich angeschnitten.
Die Verwendung von Dreiecksleisten und hölzernen Starterstreifen erspart zwar die Herstellung von Wachsstarterstreifen, aber es ergeben sich folgende Nachteile:

1. die Waben können nicht vollständig abgeschnitten werden. Die alte Empfehlung 1-2 cm der Wabe bei der Ernte am Oberträger zu belassen und die Waben so wieder ins Volk zu hängen, ist eine klebrige Angelegenheit. Außerdem entsteht unter den Wabenresten häufig Wildbau in alle Richtungen. Gerade die überbreiten Honigwaben sind keine gute Orientierung für neue Waben.
2. Beim Abschneiden besteht mit Holzanfangsstreifen zudem die Gefahr, dass Holzsplitter mit den Waben in den Ernteprozess gelangen. In der Regel sollten diese im Presstuch oder Sieb hängen bleiben, aber das Risiko muss einfach nicht sein.
3. Nach meinen Erfahrungen richten sich die Bienen einfach besser nach den dünnen Wachsstarterstreifen aus, während die Holzstarterstreifen auch schon mal ignoriert werden.
 
 Freie AuswahlFreie Auswahl
 
Die Abbildung zeigt hölznerne Anfangs- oder Starterstreifen. Links sind die Leisten aus selbstgesägten Leisten, die auf dem abgebildeten Tischstichsägentisch geschnitten wurden. auf der rechten Seite sind Eisstielchen aus dem Bastelbedarf verwendet worden.

Am besten hat die Sache hat einen Haken

Das Imkern ohne Rähmchen ist, wie an verschiedenen Stellen beschrieben, nicht ohne Risiko von Wabenabrissen. Eine Möglichkeit damit umzugehen, ist die Beuten flacher auszuführen, wie es Friedmann und Veichtshöchstheim derzeit empfehlen. Für Ableger und schwache Völker mag das sinnvoll funktionieren, aber man kommt schnell wieder an die Grenze, denn die Völker sind so durch den verbleibenden Raum in ihrer Entwicklung begrenzt, was wieder Kritiker auf den Plan ruft, die die Oberträgerbeute bereits jetzt als zu klein empfinden. (Einer Argumentation, der ich so zwar nicht folgen möchte, aber kleiner würde ich die Beute auch nicht gestalten.) Einen Ausgleich einer flacheren Bauform durch mehr Länge macht die Beute sperriger und das Brutnest wird weiter auseinandergezogen. Da ich so gute Überwinterungsergebnisse in den jetzigen Proportionen habe und die Standardbleche für die Dachblechdeckel, die ich im Baumarkt kaufe, begrenzt sind, möchte ich die Proportionen nicht ändern. In Bezug auf Wabenabrisse haben haben sich dann vertikale Drahtstäbe bewährt, die ich aus Edelstahlfahrradspeichen mache. Allerdings verwende ich entweder L-förmig gebogene Speichen oder eingekürzt Speichen mit Speichennippeln. Die Speichenköpfe werden mit einer Eisensäge oder einem Bolzenschneider entfernt. So können die Speichen schnell wieder aus dem Oberträger gezogen und entfernt werden.

SpeichenspeileSpeichenspeile

 

Um die Drahtstäbe ("Speichenspeile") noch einfacher entnehmen und in jeden Oberträger einsetzen zu können, ohne einen genauen Abstand der zwei Enden oder Bohrungen einhalten zu müssen, kann man die Speichen auch mittels der Speichennippel fixieren. Ein Aufnahme wird mittels Bohrer und/oder Versenkbohrer vorbereitet. Die Speichenköpfe werden, wie oben beschrieben, passend abgeknipst. (Hierzu bietet sich ein Kompaktbolzenschneider an. Dieser ist einhändig zu bedienen und es geht deutlich schneller als mit einer Metallsäge.)

 

Querschnitt durch einen Oberträger mit Speiche und Speichennippel.

Erst bohre ich ein Loch von unten durch den Oberträger um die den Scheitelpunkt bei Dreiecksleisten oder die Nut zur Aufnahme des Starterstreifens mittig zu treffen. Das Loch wird dann von oben mit einem Versenkbohrer erweitert, so dass der Nippel nicht mehr nach oben heraussteht. Damit sich die Speichen in den Nippel bis zu ihrer Verwendung nicht lösen, können sie mit, gut sichtbaren, farbigen Nagellack fixiert werden.

 

Querschnitt durch den Oberträger mit Fahrradspeichen.Querschnitt durch den Oberträger mit Fahrradspeichen.Oberträger noch ungekürzten Edelstahlspeichen und Kompaktbolzenschneider auch der Werkbank.

 Kompaktbolzenschneider dürfen nicht mit einfachen Seitenschneidern verwechselt werden, die für dies Belastung nicht ausgelegt sind.Kompaktbolzenschneider dürfen nicht mit einfachen Seitenschneidern verwechselt werden, die für dies Belastung nicht ausgelegt sind.

 

In der folgenden Abbildung sieht man die versenkten Speichennippel, die mit Nagellack fixiert wurden.

 

farbiger Nagellack lässt die fixierten Speichenköpfe sofort erkennen. farbiger Nagellack lässt die fixierten Speichenköpfe sofort erkennen.

 

Damit es keinen Wildbau gibt, ist es wichtig, dass zwischen Starterstreifen und Drahtstab keine Lücke entsteht. Statt mit Starterstreifenstücken zu basteln, ist es besser, erst die Starterstreifen zu befestigen und anschließend die Metallstäbe einzusetzen. Dies geht besonders einfach in einer Klappwerkbank (oder im Wabenbock...). Man kann so sogar schon Waben mit Drahtstäben versehen, die von den Bienen schon teilweise ausgebaut wurden.

 Oberträger mit Waben"durchhänger"Oberträger mit Waben"durchhänger"

 

Die Starterleiste wird zum Schluss mir dem Daumen an die Drahtstäbe angeschmiegt.

 

Fertig!Fertig!

 

 

  

Zu Beginn zeigen die Bienen einegeringe Akzeptanz, so dass die Bienen versuchen die Drähte nicht einzubauen, dadurch werden die Waben zuerst lange Lappen zwischen den Drähten ausgezogen. In dieser Zeit sind die Waben eher unstabiler, als stabiler. Bei leichtem Anbauen an der Seitenwand können, die Wabenecken sogar abreißen. Hier ist als besondere Vorsicht angemessen.

 Oberträger mit Fahrradspeichen als Stabilisierung und einer Dreiecksleiste als Orientierungshilfe für den Bau der Waben.Oberträger mit Fahrradspeichen als Stabilisierung und einer Dreiecksleiste als Orientierungshilfe für den Bau der Waben.

 

Fertig ausgebaut, machen solche Waben dann einen sehr stabilen Eindruck. Damit die Oberträger dick genug sind, um die Speichennippel aufnehmen zu können, hatte ich zurerst bei diesen Oberträgern eine Bauorientierung in Form einer bewachsten Dreiecksleiste gewählt. Es ist jedoch auch in Kombination mit anderen Gestaltungsformen der Oberträger möglich.

Hochkant gehaltene Wabe mit Stabilisierungsdrähten.Hochkant gehaltene Wabe mit Stabilisierungsdrähten.

Statt Edelstahlfahrradspeichen kann man auch einfache Drahtbügel verwenden, die in U-Form gebogen werden.

Von den Bienen wird ein so kräftiger Draht anfangs mit Widerwillen angenommen.

 

Wabe mit sichtbaren Drahtstützen in U-Form

 

 

Unten sind eine Brutwabe mit verdeckelter Brut und eine Wabe in der Beute abgebildet. Bei der unteren Wabe kann man gut den Abstand zur schrägen Wand erkennen, der die Beweglichkeit der Waben erlaubt (Mobilbau).


Der Versuch die Waben durch eine Schnur weiter zu stabilisieren, hat leider nicht geklappt. Trotz der Verwendung eines synthetischen Materials, hat sich dieses in der hohen Luftfeuchtigkeit aufgezwirbelt.



 

Es geht noch besser

Die neuen Beuten sind bis auf die Fluglöcher und die Randleisten baugleich der ersten Beute. Die Randleisten sind nur noch lose aufgelegt und als liegendes L-Profil aus zwei vorgehefteten Leisten zusammengeleimt. So können leichte Abstandsänderungen zur Seitenwand ausgeglichen werden und die obere Abdeckung bleibt immer geschlossen.

 


 

 

Auf diesem Foto (unten) werden die dreieckigen Fluglöcher erkennbar. Sie können mit der Säge hergestellt werden und erlauben eine gute Fluglochkontrolle durch die Bienen. (Außerdem sieht man den Rand des mit Drähten einfach untergehängte Bodenbrett, das als Varroa-Windel dient und auf der Oberfläche weiß beschichtet ist.)



Auch in Top-Bar-Hives fallen Speckseiten (vollverdeckelte Honigwabe) an. Wichtig ist es, dass die Fluglöcher so angelegt sind (egal ob Warm- oder Kaltbau) dass es einen gut belüfteten Eingangsbereich gibt, in dem die Bienen ein geschlossenes Brutnest bilden können.

Wenn die Harmonie durch Schwarmstimmung oder Schwäche der Königin zerfällt, kann man dieses am Fehlen des Zusammenhanges beim Wabenbau erkennen.

Bei solchen geschlossenen Drohnenbrutflächen ist ein Ausschneiden zur Varroareduzierung möglich.

 

 

Wenn Du denkst, dass Du denkst...

Durch die hohe Beweglichkeit der Waben sind fast alle Methoden der Königinnenzucht ähnlich wie in einem Zuchttrog in der Oberträgerbeute durchführbar. Wenn man unsicher ist, ob ein Volk noch über eine Königin verfügt, wird dies mit einer sogenannten Weiselprobe durch die Gabe jüngster Brut aus einem anderen Volk geprüft. Wenn die Bienen die Zellen zu Nachschaffungszellen für eine Ersatzkönigin erweitern (aufblasen), kann man davon ausgehen, dass das Volk weisellos (ohne Königin) ist. Im unten Abgebildeten Fall wurden von mir nicht eine ganze Brutwabe, sondern künstlich beweiselte Zuchtstopfen verwendet. (Die Zuchtstopfen werden mit Wachs an den Oberträger geklebt.) Der Oberträger, mit den künstlichen Weiselbechern, wird zur Weiselprobe mitten ins Volk gehängt. Leider war auch das Ergebnis der Weiselprobe uneindeutig. Dies kann passieren, wenn die Larven nicht gefallen oder noch eine schwache Königin im Volk ist. Nur die zweite Zelle von links wurde von den Bienen angenommen.

 

 

Will man eine Königin aus einem bestimmten Volk bekommen (und nicht gerade aus dem schwarmlustigen, kalkbrütigem Stecher, aus dem man gerade die Königin selbst entnommen hat, so lässt man die Bienen erst versuchen selbst Nachschaffungszellen anzulegen, diese werden (alle) nach einer Woche ausgebrochen. Die Bienen erhalten Zuchtstoff aus einem guten Volk. Am einfachsten hängt man eine ganze Wabe zu. Wer das nicht will, kann das Wabenmaterial auch reduzieren. Je jünger (heller) die Wabe ist, umso leichter können die Arbeiterinnen die Königinnenzellen ausformen. Am bequemsten klemmt man das Wabenstück mit jüngsten Brut in eine Haarklammer, die mit Draht am Oberträger befestigt wird.

 

ZuchtstoffZuchtstoff

 

Extrinsische Motivation

Will man die Bienen motivieren mehr Königinnenzellen anzulegen und hierzu eine Wabe opfern will (sonst sind wir wieder beim Umlarven) kann die Wabe einschneiden, um mehr Wabenkanten mit jüngster Brut anzubieten. Alle Schnitte sollten mitten durch den Brutbereich gehen.  

Die einfachste Schnittweise ist der Bogenschnitt (1), gefolgt vom Zick-Zack-Schnitt (2), hin zur Miller-Methode (3).

 

SchnittmusterSchnittmuster

  

Muss i' denn...

Durch die Verwendung von einzelnen Bohrlöchern, die noch einen gewissen Abstand voneinander haben, kann man mit einem Trennschied und einem Stück steifer Klarsichtfolie eine einfache aber sehr funktionelle Bienenflucht improvisieren. (Diese funktioniert bei Flugwetter und ohne Brut in den Honigwaben bei mir tadellos. Die Bienen im abgetrennten Teil verlassen diesen durch das Flugloch und finden den Eingang der transparent vor dem sichtbaren Flugloch liegt nicht wieder. Je mehr Bienen ausfliegen, umso einsamer fühlen sich die verbliebenen Bienen auf den Honigwaben und ziehen auf der Suche nach Anschluss ebenfalls aus. Durch die benachbarten Fluglöcher finden Sie schnell ins Volk zurück.)

Bienenflucht aus einem FolienstreifenBienenflucht aus einem Folienstreifen

Da die Schiede bei der groben Bauart evtl. nicht so dicht die Räume voneinander Abschließen habe ich mir schon geholfen, in dem ich das Schied in eine Plastifolie eingeschlossen habe. Die Folie schmiegt sich an den Kanten gut an. (Ggf. könnte man noch einen Schaumstoffstreifen einschließen.)



Wie bekommt man das Rechteckige ins Trapez?

Der ideale Weg eine TBH zu besetzten der Schwarm. Ableger auf Waben sind vielleicht üblich, aber sie haben mehrere Nachteile.

Erstens sind sie nicht kompatibel, was auch auch Ihr Problem ist.

Zweitens wird die Chance einen Schnitt in Richtung auf Brutkrankheiten zu machen. Auch sind die Waben, welche mitgegeben werden häufig alte Schinken.

Drittens ist da schon ein gewisses Kalkül dahinter, Anfänger über das Wabenformat auch ein Betriebssystem mit zu verkaufen.

Sollte man aus irgendeinem Grund gezwungen sein vom liegenden Wabenformaten auch die TBH zu wechseln, gibt es mehrere Wege.

Wenige Waben können Quer in die TBH eingestellt werden. Allerdings ist der Aufwand und die Gefahr von Wildbau hoch.

Klassisch kann die TBH auch mit einer aufgesetzten Zarge erweitert werden. Die Zarge wird als Honigraum auf die TBH aufgesetzt. Die Oberträger müssen dazu so schmal sein, dass die Bienen zwischen TBH mit Flugloch und Zarge wechseln können. 35 mm breite Oberträger können durch zickzackförmige Einschnitte relativ leicht mit Durchlässen für die Bienen versehen werden. Auf- und Abstiegsmöglichkeiten durch das Weglassen einzelner Oberträger zu erreichen, halte ich für unvorteilhaft, da wieder die Gefahr von Wildbau besteht.

Der radikalste Weg ist das Umschneiden. Mit vielen Waben und in trachtloser Zeit mit Räubereigefahr nicht wirklich zu empfehlen. Wenn die TBH einen längeren Oberträger (A) als das ursprüngliche Rämchen(B) hat, wird erst eine Oberträgerleiste der TBH mittig auf den Oberträger des Ursprungsrähmchen ohne Bienen geschraubt (1). Die Bienen werden zuvor in die TBH gestoßen beziehungsweise gefegt. Dann werden mit einem stabilen Messer (C) oder einer Zange die Wabendrähte gekappt und die Wabe vom Rähmchen getrennt (mittels einer Schablone oder eines Schiedes als Schablone können die Waben dabei gleich seitlich schräg abgeschnitten werden, so dass die Waben die Trapezform für die Oberträgerbeute haben)(2). Als nächsten Schritt wird der Unterträger des Rähmchens mit einer Astschere zerteilt und die Seitenteile abgehebelt und abgerissen (3-6). Fertig ist die Wabe zum Einhängen in die Oberträgerbeute. Perfektes Arbeiten wäre durch einen entsprechenden Wabenbock (D) für eine Wabe möglich. Falls man viele Waben umschneiden möchte, kann sich die Bastelarbeit hier lohnen. Blechwinkel (E) dienen als Schneideanschlag zum Abschrägen der Seiten.

 

Entwurf für einen Umschneidebock - Maße und Ausformung der Auflagen sind von Form und Maßen der Oberträger und Rähmchen abhängig.

 Ein Schneidebock ist zwar etwas Bastelarbeit, lohnt sich jedoch, wenn man an das große Vorhaben denkt.Ein Schneidebock ist zwar etwas Bastelarbeit, lohnt sich jedoch, wenn man an das große Vorhaben denkt.

Unter http://www.youtube.com/watch?v=FVQ1et2OR50&sns=em gibt es ein Videobericht von Phil Chandler, der von meiner Beschreibung auch wegen des verschiedenen Vorgehens abhängig von den Wabenmaßen abweicht, aber das Prinzip als „Chop and Crop“ gut demonstriert. Eine Bienendichte Abdeckung über eine Folie oder ein gestärktes Tuch entfällt, wenn man die Oberträger auch die Waben aufgeschraubt hat.


Wir sind umgezogen...

Aus praktischen Gründen wurde der Standplatz um wenige hundert Meter verlegt. Dies soll nach einer Winter-Flugpause gut möglich sein, bevor die Bienen sich erneut einfliegen. Ideal sind Temperaturen von ca. 5-10°C.

Da es sich um einen geschützteren Waldstandplatz handelt, wurden die Flugrichtungen in alle 4 Himmelsrichtungen verteilt. Auch wenn ein Bach in der direkten Nähe ist, fürchte ich hier kein Hochwasser. Kaltluft kann weiter ins Tal abfließen. Im Winter gibt es Sonne und im Sommer Schatten.
 
Gelb leuchtet das Schild mit Warnhinweis, Adresse und Anzahl der Völker. Welches auch mit etwas Abstand noch gut zu lesen sein sollte. (Warum man die Völkerzahl angeben soll, ist mir nicht ganz klar. Meine Völker kann jeder an einer Hand abzählen.) 

Standplatz mit kahlen Bäumen

 

Im Eigenen Garten verwende ich einen Warnhinweis der direkt an den Bienenkästen aufgemalt wurde. Hier ist die Zuordnung klar.

Vorsicht Bienen!Vorsicht Bienen!