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Kenyan Top Bar Hive

Platz-, zeit- und kostensparendes Hobbyimkern mit beweglichen Waben ohne schweres Heben. Einfacher Selbstbau aus Holz und Verzicht auf belastete Wachsmittelwände und Kunststoffwaben.

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Bauplan für einen Beutenständer für harte und ebene Untergründe von Uwe Müller

Bauanleitung für das Beutengestell als PDF-Datei

Folgender Text (verändert nach Mellifera e.V.) wurde mir von Erhard M. Klein als Gastbeitrag zur Verfügung gestellt und befasst sich mit der Schwarmvorwegnahme:

"Von Mellifera e.V. kommt eine Methode der Schwarmvorwegnahme, die möglichst nah am natürlichen Schwarmgeschehen bleibt und deshalb einen Vorteil gegenüber der Bildung von Kunstschwärmen hat. Der Trick besteht darin, dass mit der Bildung des vorweggenommenen Schwarmes so lange gewartet wird, bis das Volk in Schwarmstimmung ist – also Weiselzellen bestiftet sind. Man muss den vorweggenommenen Schwarm vor der Verdeckelung der ersten Weiselzelle bilden, sollte aber möglichst lange warten. (Am neunten Tag nach der Bestiftung werden die Zellen verdeckelt. Frühestens ab diesem Zeitpunkt kann es einen natürlichen Schwarm geben.) Wenn der vorweggenommene Schwarm nicht zu früh gebildet wird, ist er Schwarm im echten Sinne: ein jugendlicher Volkskörper, der nicht aus „normalen“ Bienen, sondern aus Schwarmbienen besteht. Diese zeigen u.a. eine ausgeprägten Bauwillen, der gerade beim Imkern in der TBH mit reinem Naturwabenbau sehr wichtig ist.

Bei der praktischen Umsetzung sind – wie in jeder Imkerei – regelmäßige Schwarmkontrollen im 9 Tage- oder Wochen(end)rhythmus notwendig. Wird dabei Schwarmstimmung festgestellt (bestiftete Weiselzellen), macht man sich ein Bild davon, wie weit die älteste Weiselzelle entwickelt ist. Dies ist notwendig um alle weiteren Arbeiten termingerecht planen zu können, denn der zu erwartende Schlupftermin der ersten Jungkönigin lässt sich nur so errechnen. Sieht man bei der Durchsicht zufällig die Königin, kann sie schon gekäfigt werden. Dann ist ein unbemerkter Abgang des Schwarmes nicht mehr möglich.
Der Schwarm wird möglichst kurz vor Verdeckelung der ersten Weiselzelle gebildet. Dazu muss die Königin gesucht werden. Die Wabe mit der Königin wird mit Abstand an den Rand gehängt, oder die Königin wird gekäfigt. Anschließend werden ca. 2 kg Bienen von Brutwaben über einen Trichter in die Schwarmkiste bzw. Beute abgefegt. Hat man keinen Trichter, sprüht man nach dem Abfegen einiger Waben jeweils etwas Wasser aus einem Zerstäuber auf die Bienen, um sie am Auffliegen zu hindern. Die Königin gibt man als letztes in die Kiste. Sie läuft am schönsten selbst hinein, wenn in dem Trichter schon Bienen sterzeln.
Bis auf eine, werden die restlichen Weiselzellen im Muttervolk gebrochen um Nachschwärme zu verhindern. Es ist besser, eine der jüngeren Weiselzelle stehen zu lassen, weil die Bienen sich bei der Versorgung dieser einen Zelle mehr Mühe geben werden.

Der Schwarm sollte zunächst außerhalb des Flugradius aufgestellt werden. Ist das nicht möglich, kann man bei der Bildung des Schwarmes mehr Bienen abfegen (ein Teil kehrt in das alte Volk zurück). Oder man tauscht die Stellplätze von Muttervolk und Schwarm. In diesem Fall kann der vorweggenommene Schwarm kleiner sein, weil das Muttervolk seine Flugbienen an das neugebildete Volk verliert."

In diesem Zusammenhang möchte ich noch auf die Schwarmbörse hinweisen, die ebenfalls von Mellifera e.V. betrieben wird. www.schwarmboerse.de