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Kenyan Top Bar Hive

Platz-, zeit- und kostensparendes Hobbyimkern mit beweglichen Waben ohne schweres Heben. Einfacher Selbstbau aus Holz und Verzicht auf belastete Wachsmittelwände und Kunststoffwaben.

siehe 


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Und die Erde dreht sich weiter...

Durch das gestiegene Interesse an alten und alternativen Bienenbehausungen, kommen auch alte und neue Geräte und Werkzeuge in den Handel. Im Handel werden wieder Bienenkorbmesser angeboten, die sich eignen, um Wachsbrücken tief in der Beute zu durchtrennen und Wabenteile auszuschneiden. Für diese Arbeiten hatte ich bislang ein umgeknicktes Sägeblatt verwendet. (Natürlich habe ich ein solches Korbmesser bestellt (siehe auch Werkzeuge und Geräte). Auch hat der französische Imkereibedarfshersteller Thomas eine Vertikalwabenpresse für einzelne rähmchenlose Waben in den Markt gebracht. Wohl für Warré gedacht, könnte es auch für Oberträgerbeuten funktionieren, solange Anschaffungskosten und Platzbedarf im richtigen Verhältnis stehen und keine zusätzlichen Wabenstabilisierungen verwendet werden.

 

Die unter BATI´PRESS angebotene Horizontalwabenpresse verspricht eine besonders hohe Honigausbeute aus rähmchenlosen Waben.

Immer schön nacheinander!Immer schön nacheinander!

 

Ein Loch ist im Eimer, im Eimer, ein Loch...

2018 sind meine Bienchen relativ schwach aus dem Winter gekommen. Dies stützt meine Erfahrung, dass gute Honigjahre auch gut Varroa-Jahre sind. Hoher Varroa-Befall mit später Behandlung schwächt die Völker bis in die nächste Saison. 2017 war auch wieder eine Winterbehandlung mit Milchsäure notwendig, was ich über das Auszählen der Varroa im November feststellte. Allerdings hatte ich 2018 zuerst mal ein anderes Problem. Die Bienen hatten sehr wenig Winterfutter verbraucht. Um keine Futterwaben aufbewahren zu müssen, die Bienen nicht auf dem kalten Futter sitzen zu lassen und kein honigverfälschenden Zucker im Volk belassen zu müssen, haben beschlossen die Waben zu entnehmen und einzuschmelzen. Um keine Krankheitserreger zu verbreiten und aus Respekt vor den Leistungen der Bienen, sollten Waben nicht einfach entsorgt werden.  Da ich so viele Futterwaben mit Heißdampf schmelzen wollte und Gramm Wachs ankam, habe ich zum ersten mal auf eine Nassschmelze zurückgegriffen. Ein Verfahren das nicht unbeschrieben bleiben sollte, da die Nassschmelze mit einfachen Mittel zu bewerkstelligen ist. (Alternativ hätte ich das Futter auch erst wie Honig ernten und die Wachpressrückstände einschmelzen können. Diese Arbeit wollte ich mir aber sparen.) 

 

Einfach und sicher im Einkochautomaten.Einfach und sicher im Einkochautomaten.

 

Für die Nassschmelze habe ich zwei Honigeimer und meinen Einkochautomaten genutzt. Die Wabenstücke wurden in einen Eimer geschichtet und der Eimer bis zur Hälfte mit Wasser aufgefüllt (1). Der Eimer wurde mit Inhalt auf 80° C im Einkochautomaten (um den Einkochautomaten schließen zu können, habe ich die Tragebügel der Eimer entfernt) erhitzt (2). Der Trester aus den Puppenhäuten schwimmt genauso wie das Wachs auf. Zur Trennung von Trester und Wachs habe ich den Trester nicht mit einem Sieb abgeschöpft (Methode I), sondern den Trester mit einem breiten Sieb (aus einem zweiten im Boden durchlöcherten Eimer) nach unten gedrückt (3)(Mezhode II, die so ähnlich in Japan traditionell angewendet wird). Mit einer Plastiksuppenkelle habe ich den da Wachs abgeschöpft und (durch ein Sieb) in ein Absetzgefäß gegossen (5). Nach dem Abschöpfen habe ich den durchlöchert Eimer auch genutzt um den Trester aus dem Abwasser zu filtern (6).

 

WachsdrainageWachsdrainage

 

Theoretisch ist man hier noch nicht am Ende der Fahnenstange. Wenn man sich die Arbeit machen will, kann man mit der Honig-(Kartoffel-/Beeren-/Wachspresse) den Trester noch auspressen und so die Ausbeute noch steigern.

Hierzu kann ich nur sagen: jedem das Seine.


 

Wir sind fame!

 

Auftritt auf dem Deutschen Imkertag 2017  am 15.10.2017 in Montabaur

 

Podiumsdiskussion "Alternative Beutensysteme"

mit Andreas Heidinger, Guido Frölich und Johannes Weber, Johann Fischer

Moderation: Barbara Löwer, Geschäftsführerin D.I.B

Vor allem bekamen wir die Möglichkeit unsere Oberträgerbeute als Aussteller zu präsentieren. Es fand ein reger und offener Austausch statt. Interessant vor allem für Praktiker, die einen Oberträger, oder eine ausgebaute rähmchenlose Wabe einfach mal in die Hand nehmen mussten. Einige Besucher hatten schon Erfahrungen mit Oberträgerbeuten und andere sind auf der Suche nach alternativen Beutensystemen für Freunde, Bekannte und Familienmitglieder. Die häufigsten Fragen waren:

  1. Warum ist die Beute an Drähten aufgehängt?
  2. Was ist das? (Dabei wurde immer auf das Schattendach gezeigt?)
  3. Wo sind eigentlich die Fluglöcher?

Wir (mein Sohn Till und ich) waren zu zweit am Stand und meine Tochter Lisa hatte uns eine Oberträgerbeute nach einem gemeinsamen Vorschlag mit Puzzel-Teilen bemalt. So war es auch ein schönes Familienerlebnis für mich. Als die Besucher sich noch um den Stand drängten, sagte Till nur noch: „Papa wir sind fame.“

 Impressionen der Podiumsdiskussion und unser Stand auf dem ImkertagImpressionen der Podiumsdiskussion und unser Stand auf dem Imkertag

 

Und wir hatten auch Anschauungsmaterial mit:

Die Oberträgergalerie

Zeigt her eure Waben, zeigt her euren...Zeigt her eure Waben, zeigt her euren...

 

  1. Futterdeckel mit Bienendichtem Gitter
  2. Seitenabstandsleisten
  3. Oberträger mit Wachsanfangsstreifen (starter strip) und Stabilisierungsstäben ("Speichenspeile") aus Edelstahlfahrradspeichen
  4. Ausgebaute Futterwabe mit Stabilisierungsstäben
  5. Ausgebaute Wabe
  6. Oberträger mit Wachsanfangsstreifen
  7. Oberträger mit Anfangsstreifen als Holzleiste und Stabilisierungsstäben ("Speichenspeile") aus Edelstahlfahrradspeichen
  8. Oberträger mit Anfangsstreifen aus Eisstielchen
  9. Zuchtlatten mit Weiselstopfen und gezogenen Weiselbechern aus Wachs
  10. Nassenheider Verdunster Classic in einfachem Teilrähmchen
  11. Oberträger mit Mittelnut
  12. nicht dicht abschließendes Schied mit Verschlußstopfen in Futtereimerhöhe

Für die Ewigkeit...

Nadelholzpfähle sind preisgünstig und leicht erhältlich, leider rotten sie im Bereich der oberen Bodenschicht leicht dahin (so soll es ja auch sein). Um nicht alle paar Jahre neue Pfähle zu setzen, habe ich diesmal 15 cm Eichenpfähle gesetzt, die sollten mein Imkerleben lang halten. Allerdings sind Eichenpfähle nicht so schön gerade und waren stellenweise deutlich breiter als 15 cm. Deshalb habe ich die Pfähle teilweise mit einer Säbelsäge bearbeitet und zusätzlichen einen Handerdbohrer eingesetzt, um die Löcher vorzubohren.

Wenn ein Nadelholzpfahl einmal einbricht passiert im Allgemeinen aber nichts am Bienenvolk. Die Beute senkt sich zum eingeknickten Pfahl langsam ab und bleibt erstmal in dieser (doch etwas misslichen) Position.

 TBHs an Eichenpfählen als idyllisches DoppelTBHs an Eichenpfählen als idyllisches Doppel

 

Eichenpfähle als haltbare Alternative im Garten schaffen ein besonderes Ambiente. Wenn man genau hinschaut, kann man das kleine Bienenhotel für solitätre Bienen auf dem Pfahl ganz links erkennen (Danke Josefine).

Das Wildbienenhäuschen wurde inzwischen durch ein paar heimliche Hausbesetzer übernommen. Seid willkommen!

Bitte nicht stören!Bitte nicht stören!

 


 Hallo!

 

Wer es lieber in Papier hat:

 

Imkern in der Oberträgerbeute von Guido Frölich mit Bildern und Skizzen - offline und zum Indiehandandnehmen

 

Die Texte und Bilder stammen von mir. Die Skizzen sind nach Bildern und Skizzen von mir von Helmuth Flubacher professionell und anschaulich ausgeführt worden.

 

Leider haben sich im Buch einige kleine oder doch nicht so kleine Fehler eingeschlichen.

Für die Beschriftung der Skizzen auf Seite 35 möchte ich hier eine Korrektur angeben:

Nummer

Korrekte Zuordnung des beschreibenden Textes

Halten von Stockmeißel als Armverlängerung.

Aufhebeln von unten.

Seitliches Auseinanderhebeln. (Betrachtung von oben)

Auskratzen und Bodenreinigung über die Seiten der Beute.

Abschaben der Oberträgerseiten von Kittharz.

Gefühlvolles Ausrichten der Oberträger durch Anlegen der Fingerspitzen an die Seitenwände.

Blockweises Verschieben mehrerer Oberträger. (Betrachtung von oben)

Halten von Stockmeißel und Oberträger in einer Hand.


Freude kann man haben und teilen.Freude kann man haben und teilen. 

Und manchmal macht Imkern auch einfach nur Spass!